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Falling Pop-Stars
20. Februar 2003
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| Bisherige Sieger: Englands Will
Young, US-"Idol" Kelly Clarkson, Polens
Ala Janosz und Ausnahme-Star Heinz Winckler aus
Südafrika Bilder: SN/internet |
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Die Suche nach dem Superstar beschert TV-Sendern
höchste Einschaltquoten. Die Stars selbst bleiben
aber meist auf der Strecke.
In acht Ländern weltweit läuft derzeit ein
Musikwettbewerb im Stil von Starmania -
und überall fiebern Millionen von Menschen den
nächsten Runden entgegen. In den USA, Großbritannien,
Polen, Südafrika wurden bereits "Superstars"
gekürt. In den Niederlanden und Deutschland laufen
gerade die letzten Runden und bei uns wird am Freitag
der "Starmanic" gekürt.
Ob die gewählten "Superstars" jedoch
eine längerfristige Karriere als Sänger haben
werden, ist mehr als fraglich. Die anfangs steilen Erfolgskurven
von Siegern aus den ersten Runden weisen bereits erste
Abwärtstrends auf.
Der Sieger der britischen Show, Will Young, kam mit
drei Titeln und einem Album auf Platz 1. Sein erster
Hit, "Anything Is Possible/Evergreen", war
die erfolgreichste Debüt-Single der britischen
Popgeschichte: In einer Woche verkaufte sie sich 1,2
Millionen Mal und brach damit den Rekord von Elton Johns
"Candle in the Wind". Wills vierte Single
kam jedoch schon nicht mehr auf Platz 1, seine jüngste
wurde in der ersten Woche weniger als 100.000 Mal verkauft.
Auch der anfängliche Höhenflug der ersten
Siegerin des "American Idol"-Wettbewerbs ist
bereits gestoppt. Am 4. September 2002 gewann die 20-jährige
Kelly Clarkson aus Texas. Insgesamt verfolgten 23 Millionen
Zuschauer das Finale. Clarkson gewann einen Plattenvertrag
im Wert von einer Million Dollar. Ihre Single "A
Moment Like This" wurde im Herbst zur Nummer eins,
war aber nach zwölf Wochen nicht mehr in den Charts.
Ihr erstes Album wird im April erwartet.
Auf wenig Interesse, auch in den Boulevard-Zeitungen,
stößt die Show in Polen. Die Siegerin der
ersten Runde, die 17-jährige Ala Janosz, tingelt
zur Zeit durch Discos. Kurzfristig konnte aber auch
sie Singles in den nationalen Charts platzieren.
Die Chancen des österreichischen Starmania-Stars
auf langfristigen Ruhm und Anerkennung stehen nach solchen
Meldungen also eher schlecht.
Einziger Lichtblick: Der Aufstieg des südafrikanischen
"Superstars" Heinz Winckler ist nach wie vor
ungebrochen. Der im Juni 2002 gewählte 24-Jährige
trat unter anderem bei der Eröffnung der Cricket-Weltmeisterschaft
auf und hat sich mittlerweile in der Musikbranche etabliert.
Winckler hat für die aus seinem Album "One
step closer" ausgekoppelte erste Single "Once
in a life time" bereits zwei Mal Platin bekommen.
Seine zweite Single brachte es bereits zu Gold, eine
dritte ist in Planung. Außerdem hat er bereits
einen Vertrag mit dem Disney-Konzern.
Für alle TV-Sender ist das Sendeformat - unabhängig
vom Schicksal der Show-Sieger - ein voller Erfolg: Die
britische Ausgabe beim Privatsender ITV sahen im Schnitt
13,4 Millionen Zuschauer. Am Finale beteiligten sich
8,7 Millionen Menschen. In Deutschland wurden bei der
letzen Ausgabe der Show fast 13 Millionen Zuschauer
gezählt, bei der vorletzten "Starmania"-Runde
am vergangenen Freitag zählte der ORF durchschnittlich
1,2 Mio. Zuseher.
In den USA ist bereits im Jänner die zweite "American
Idol"- Staffel angelaufen. Über 70.000 Menschen
nahmen am Vorsingen teil - fünf Mal so viele wie
bei der ersten Auswahl. Nach US-Medienberichten hat
die zweite Staffel bereits mehr Fans als die erste Runde
2002. Die Produzenten planen eine dritte für das
Frühjahr 2004.
#apa/m2e |