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Seelen-Absturz
10. März 2006
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| Max Cavalera liebt New York
- Salzburg fand er offensichtlich nicht so toll
. . . Bild:
SN/rockhouse |
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Wenn Soulfly nach Salzburg kommen, ist eine gelungene
Show eigentlich programmiert. Aber das Leben birgt
immer Überraschungen . . .
Soulfly in Salzburg! Kein Wunder, dass das Konzert
im Rockhouse innerhalb kürzester Zeit ausverkauft
war . . . Doch den ersten Schock gab es bereits beim
Blick Richtung Merchandising-Stand. 30,- Euro für das
T-Shirt? 50,- fürs
Longsleeve und 60,- für einen Pulli? Verwundert
suchte ich nach der mit 18 Karat vergoldeten Schrift
- ich konnte sie trotz größter
Bemühungen nicht finden.
Im offiziellen Merchandising-Shop der Band im Internet
sind die Sachen wesentlich billiger. Dieser Umstand
könnte bedeuten,
dass die örtliche Firma, die die Rechte am
Verkauf hat, eine übertriebene Beteiligung verlangt
hat. Wie man sich in solch einer Situation richtig
verhält zeigte uns neulich Edguy. Sie ließen
den Vertrag mit dem örtlichen Verkäufer
einfach Platzen, damit ihren Fans nicht das Geld
aus der Tasche gezogen wird und die Band die schlechte
Nachrede hat . . .
Doch die Stimmung ließ sich davon erst einmal nicht
trüben.
Man merkte deutlich den Ausverkauf des Konzertes. Die
"Menschenmassen" störten aber keineswegs,
sie waren ja - vorerst - alle gut gelaunt. Um 20.30
begannen Soulfly dann ihre Show, patriotisch wurde
die brasilianische Fahne gehisst. Da gab’s dann
auch gleich die nächste Überraschung
- zusätzlich zur Rockhouse eigenen Security standen
zwei Männer vor der Bühne, die scheinbar
die Band mitgebracht hatte. Max Cavalera und seine
Mannen scheinen aus Zucker zu sein, denn
jeder Fan, der der Bühne zu nahe kam, wurde eher
grob zurückgeschubst.
Dieser Umstand verhinderte dann auch die Bildung eines
echten "Moshpits" - dafür gab’s
halt ein "Kuschelpit". Wobei daran nicht die Fans schuld
waren. Überhaupt
sorgte die Gruppe um Mastermind Cavalera nicht gerade
für
die beste Stimmung. Ständig wurde herumgedeutet, Boxen
anders eingestellt und der Auftritt gestört.
Auch
musikalisch war wohl keiner so ganz überzeugt.
Der ein oder andere Ton wurde da schon mal falsch
gegriffen, und gesanglich klang Max' Stimme nicht
wirklich gut. Einzig positiv fiel der Schlagzeuger
samt Solo auf.
Nach knapp 90 Minuten war der Spuck dann auch zu
Ende - worüber wohl nicht jeder traurig war.
Ich glaub aber doch, dass auf einer Tour, die eine
Band alleine macht, die Spielzeit eigentlich zwei Stunden
betragen sollte . . .
Alles in allem boten Soulfly im Rockhouse eine schwache
Vorstellung - im Vergleich zu den doch nicht ganz
so günstigen
Karten . Da lässt
sich nur hoffen dass beim nächsten Auftritt alles
wieder gut gemacht wird. Falls dann überhaupt
noch wer auf das Konzert geht . . .
#manfred jansky
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