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Sachsen-Rückkehr
17. September 2004
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| Die gute alte Heavy-Metal-Schule
schlägt wieder zu: Saxon. Bild:
SN/edel/m2e |
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Die 1979 gegründete britische Heavy-Metal-Formation
"Saxon" konnte trotz Grunge und Nu-Metal ihren
Platz im Genre behaupten.
Die Achtziger waren die große Zeit des Heavy
Metal. In der folgenden Flaute, ausgelöst von neuen
Trends wie Grunge oder Nu-Metal, sind allerdings viele
Vertreter des Genres gestrandet. Nicht so Saxon: Wie
ihre Landsmänner von Motörhead, Iron Maiden
und Judas Priest mussten die Musiker um Sänger
Biff Byford zwar niedrigere Verkaufszahlen hinnehmen,
"aber deswegen lassen wir uns doch nicht unterkriegen",
so Byford. "Lionheart" (edel) heißt
das aktuelle Album der Briten, welches am 20. September
erscheint.
1979 ist das gleichnamige Debüt von Saxon erschienen.
Viele Fans von damals hören heute kaum noch bewusst
Rockmusik und lassen sich lieber von Radio und TV berieseln.
"Manche Leute heiraten, betrachten ihre wilden
Jugendjahre für vergangen und interessieren sich
nur mehr für Dinge, mit denen sich eben Erwachsene
beschäftigen. Wir sind Musiker, wir werden nie
erwachsen", lachte Biff. "Metal gilt als rebellisch,
als böse. Das scheint nicht zu erwachsenen Menschen
zu passen. Wir als Musiker haben kein Alters-Stigmata!"
So dreht der gute Biff zu Hause auf volle Lautstärke,
wenn eine Scheibe von AC/DC im CD-Player steckt. "Ich
höre mir gerne dieses Zeug aus den Achtzigern an.
Das war eine großartige Zeit für Heavy Metal:
Von 1979 bis 1984 erschienen zahlreiche Klassiker des
Genres, großartige Platten, die selbst von Nicht-Rockfans
anerkannt werden. Ich denke, auch Saxon hinterlassen
ein beachtliches Erbe."
Nach 30 Jahren Heavy Metal und mit einer Fan-Schar
im Rücken, die bestimmte Erwartungen in eine neue
CD von Saxon setzt, nimmt die Gefahr zu, mitunter weniger
originell zu klingen. Das gibt Mister Byford ohne zu
zögern zu: "Man muss sehr selbstkritisch bleiben.
Wir könnten natürlich Kopien unseres Klassikers
'Wheels Of Steel' abliefern - und es gebe genügend
Käufer dafür. Aber die Fans verdienen das
nicht. Wir wollen sie nicht mit aufgewärmten Sachen
oder gar Mist belästigen."
Und was ist mit dem Spruch "Too old for Rock 'n'
Roll"? Byff lacht laut auf: "Ich versuche,
so viel wie möglich zu schlafen. Das klingt jetzt
nicht wie ein Rockstar, sondern wie ein vernünftiger
Sänger! Platten zu produzieren, ist harte Arbeit.
Tourneen sind ein anderes Kapitel . . . Ganz ehrlich:
Ich bin sehr glücklich, dass mir die Haare noch
nicht ausgehen und meine Stimme auch noch Kraft hat.
Meine Band besteht aus kreativen Leuten - warum sollten
wie da nicht weitermachen?"
"Lionhart" sei sogar härter als die
früheren Platten, meint der Brite. "Wir sind
nicht in den Achtzigern stecken geblieben."
#apa/m2e
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