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Sound of Salzburg
14. Jänner 2006
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Festspiele sind eine Klasse für sich – Alternativen
allerdings nur spärlich vorhanden. Bild:
SN/wild |
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Wie gut, dass wir Mozart
haben. Was aber machen Klassikverweigerer in
Salzburg? Ein Streifzug durch alternative "Musiklokale".
Wie heißt diese Klassikparty im Sommer? Festspiele,
genau! Die zieht viele Leute an und deshalb kennt uns
jeder - obwohl uns die meisten ja wegen "The Sound
of Music" kennen . . .
Aber sogar die kleinen, mittleren - und manchmal auch
die großen - Popstars dieser Welt kennen uns.
Und die kommen gelegentlich auch vorbei. Am liebsten
würden sie alle gerne im Großen Festspielhaus
auftreten. Aber falls das mal wer darf, dann wird die
Show kurz vor dem Termin sowieso in die "salzburgarena" verlegt.
So wie bei Norah Jones. Die sagt dann beim Konzert: "Wunderbar,
dass wir in dieser schönen, neuen Halle spielen
dürfen!" Tja, wer sich nicht auskennt . . .
Der künstlerische Kuchen (hier: Sachertorte)
im Schatten der altehrwürdigen Klassik ist also
zumindest vorhanden. Aber wo trifft man sich, um zu
lauschen und zu tanzen, zu rocken und zu trinken, wenn
das Große Festspielhaus doch ein bisserl zu poliert
und die "salzburgarena" ein wenig zu groß ist?
Da wäre mal das "republic". Da gehen sogar Punks
hin. Diese hier haben aber teure Kleidung, duschen
zwei Mal täglich und haben Edel-Punkfrisuren um
hundert Euro und mehr. Trotzdem: Immer gute Stimmung
dort, weil immer was los ist! Da gibt's auch ein hausinternes
Festival jeden Sommer: Die Sommerszene. Ideal, um nette
Leute kennen zu lernen und zu flirten.
Dann gibt's noch das "Jazzit". Da kann man aber nicht
flirten. Weil bei einem Konzert dort muss man ruhig
sitzen und zuhören. Die Musik ist es aber auch
wert. Der Altersschnitt ist zwar höher als im "republic",
dafür kommt man aber immer rein, weil's keine
Türsteher gibt.
Solche finden sich aber manchmal im "Rockhouse". Dort
kann bei Konzerten so richtig die Sau rausgelassen
werden. Aber zu gestylt daherkommen sollte man nicht,
um nicht negativ aufzufallen zwischen bodenständigen
Todesmetallern und intellektuellen Liedermachern.
Letztere waren auch immer gerne in der "argekultur" mit
dem gemütlichen grünen Gastgarten. Aber die
ist ja umgesiedelt. Und zwar in einen neuen, schiefen
Betonpalast. Ob denn da die bunt gemischte Stammkundschaft
im Sommer auch noch kommen wird?
Bestimmt! So wie der alljährliche Schnürlregen.
Aber deswegen kommt niemand nach Salzburg.
Wie gut, dass wir Mozart haben.
#robert innerhofer
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