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Angst vor Rapper-Krieg
6. November 2002
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| Trauerfeier für "Jam
Master" Jay in der Allen AME Kathedrale in
Queens Bild: SN/epa |
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Nach Ermordung
von "Jam Master" Jay von Run DMC wird Hip-Hop-Szene
überwacht
NEW YORK (SN). Zur Mahnwache hatten sich New Yorks
Hip-Hop-Granden versammelt: Rapper Chuck D. von Public
Enemy, die Beastie Boys, Grandmaster Flash und Kurtis
Blow nahmen gemeinsam mit den Run-D.M.C.-Rappern Joseph
Simmons und Darryl McDaniels Abschied von Jason Mizell.
Am Mittwoch vergangener Woche war der 37-jährige
Hip-Hopper, besser bekannt als "Jam Master Jay",
in einem Studio in Queens erschossen worden. Gestern,
Dienstag, wurde der DJ der wegweisenden Hip-Hop-Formation
Run- D.M.C. in New York beerdigt.
Drei Tage später folgte ein weiterer Mord: Manager
Keneth Walker wurde in der Bronx erschossen. Er arbeitete
für Jays Schützling, den Rapper "50 Cents".
Von den Tätern fehlt nach wie vor jede Spur. Aus
Furcht vor einem neuen "Rapper-Krieg" hat
die New Yorker Polizei eine verstärkte Überwachung
der Hip-Hop-Szene angeordnet. Eine Verbindung zwischen
den beiden Morden konnte die Polizei allerdings nicht
nachweisen. Jay, Vater von drei Kindern, hatte sich
von Gewalt in der Szene immer distanziert. Laut Medienberichten
hinterließ der New Yorker Hip-Hopper enorme Schulden.
US-Staatsanwälte wollen laut einem Bericht der
"New York Post" nun intensiv die Rap-Industrie
auf kriminelle Verschwörungen durchleuchten. Die
US-Behörde für Alkohol, Tabak und Feuerwaffen
wird nachforschen, auf welchem Weg diese Rapper an ihre
Waffen kommen, während die Steuerbehörde die
Erlöse aus dem Rapgeschäft unter die Lupe
nimmt.
#bernhard
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