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23. Oktober 2003

Primal Scream - Dirty Hits
Primal Scream lassen sich in keine Schublade stecken. Bild: SN/sony  

Die britische Band Primal Scream veröffentlicht demnächst eine Best-of-Compilation ihrer "Dirty Hits".

Berechenbar war die britische Formation Primal Scream im Zuge ihrer bisher sieben Alben umfassenden Karriere zu keinem Zeitpunkt. "Es gibt tatsächlich keine Schublade, in die wir passen", stellte Gitarrist Andrew Innes im Gespräch mit der APA fest. Das dokumentiert die am 3. November erscheinende Zwischenbilanz "Dirty Hits". Das Zusammenwirken der Musiker sei stets ein aufreibender Prozess gewesen, so Innes. "Wie ein Besuch beim Zahnarzt - nur ohne Narkose..."

"Es ist schon eine tolle Sache, wenn man gute Songs hervorbringt", relativierte der Brite. "Aber dieser ganze Prozess drum herum ist eine horrible Angelegenheit." Und das, obwohl sich Innes, Sänger Bobby Gillespie, Robert Young (Gitarre), Martin Duffy (Keyboards) und Gary Mounfield (Bass), die den harten Kern von Primal Scream bilden, jede kreative Freiheit gönnen. "Wir beugen uns nicht den allgemeinen Regeln", ließ Gillespie zum Erscheinen der bisher letzten CD "Xtrmntr" via Plattenfirma ausrichten.

"Wir waren nie Teil einer Szene", unterstrich Innes im Interview. Und bedauerte alle Künstler, die in Schubladen gesteckt werden. "Schlimm, da kommt man nicht mehr raus. Wenn die Leute einmal ganz bestimmte Erwartungen von dir haben, sind Entwicklungen und Veränderungen nur mehr schwer möglich." Zumindest eine Erwartung haben Primal Scream erfüllt: "Dirty Hits" beinhaltet tatsächlich die größten Erfolge. "Die Auswahl war leicht, da mussten wir ausnahmsweise nicht viel diskutieren."

Von vielen Songs wurden speziell für den Rückblick Edit-Fassungen angefertigt. "Damit mehr Lieder auf die CD passen", erklärte Andrew Innes. "Außerdem will kein Mensch sieben Minuten lange Stücke auf einer Hit-Sammlung. Wenn man so eine Compilation hört, soll es ja bang-bang-bang gehen." Angelegt wurde die Werkschau überwiegend chronologisch: "Wir wollten zuerst die Lieder stärker durcheinander mischen, aber das hat nicht funktioniert. Manche Songs darf man nicht aus ihrem Kontext reißen, sie gehören zusammen."

Noch heuer wollen die Herrschaften von Primal Scream ins Studio, um neues Material zu sondieren. Ein Konzept gebe es noch keines: "Wir schauen einmal, was passiert", raunte Innes in den Telefonhörer. Der Gitarrist blickt jedenfalls optimistisch in die Zukunft - nicht nur, was die eigene Band betrifft. "Alles meinen, dem Musikbusiness gehe es schlecht. Ich sehe das nicht so. Ich denke, das betrifft nur die großen Firmen. Auf kleinen Labels kommen dagegen ständig tolle Sachen raus. Das ist die logische Antwort auf den übertrieben hohen Preis für CDs."

#apa/m2e

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Primal Scream - Dirty Hits
 

 

Primal Scream
 
  INTERNET
www.primal scream.org
Offizielle Site von Primal Scream
 
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