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Verrückte Welt
14. Mai 2005
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| Mundoloco vor ihrer Proberaum-Wand. Bild:
SN/mundoloco |
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Drei Oberösterreicher zogen aus, um von Berlin
aus die Musikwelt zu erobern. FRITZ auf Proberaumbesuch
bei der Nujazz-Formation "Mundoloco".
Berlin-Mitte. Gerade noch den Fernsehturm am Alexanderplatz
vor Augen, befinden wir uns nun drei Meter unter der
Erde, im Proberaum von "Mundoloco" (span.: Verrückte
Welt). Die drei Oberösterreicher sind seit einem
halben Jahr in Berlin und widmen sich ihrer Leidenschaft:
der Musik.
Mundoloco-Schlagzeuger Hannes Dullinger kam als erster
in die Metropole. Die Freundin war hier und ein Ortswechsel
kam gerade recht. Dann kamen auch die Kollegen - mithilfe
eines Erasmus-Stipendiums - nach Berlin, um Musik zu
studieren und sie zu spielen.
Stilistisch sieht man sich im "Drum 'n' Bass" und "NuJazz"-Umfeld
angesiedelt. "Wir sehen uns auch nicht als klassische
Konzertband, sondern eher als DJ-Act", meint Keyboarder
Philipp Roidinger. So arbeiten Mundoloco auch mit Samples
(z. B. dem Grillenzirpen vom letzten Urlaub) und laden
sich immer wieder musikalische Gäste zu ihren
Auftritten ein.
Zur Demonstration ihres aktuellen Stils spielen Mundoloco
einen neuen Song an ("Nugulf"), der in alter Fassung
auch schon im FM4-Soundpark vertreten war. Beim Zuhören
spürt man das Großstadtflair, das Berlin
auf die Musiker ausübt. "Berlin ist für mich
sehr alternativ in allen Strömungen, nicht so
mainstreammäßig. Das bekommst du einfach
mit.", meint Hannes. Und Philipp ergänzt: "Hier
hast du das Gefühl, in jedem Hinterhof werkt irgendeiner
an Musik. Es gibt viele gute Leute, und es passiert überall
etwas". In der Berliner Musikszene Fuß zu fassen
und die richtigen Leute kennen zu lernen ist aber nicht
einfach. Daher konzentrierten sich die drei zuerst
auf das Wichtigste: ihre Musik. Philipp: "Wir haben
uns ein paar Monate eingesperrt und ein neues Programm
zusammengestellt. Das haben wir dann in Österreich
auf einer kleinen Tour ausprobiert und es hat live
gut funktioniert. Jetzt schauen wir auch nach Konzerten
in Berlin." Manuel Zacek, der Bassist der Band, ergänzt: "Generell
ist es hier schwer, Konzerte zu spielen, die auch finanziell
lukrativ sind. Spielen kann man überall, aber
halt auf Butterbrot-Basis."
Damit mehr auf das Brot kommt, arbeiten die drei Oberösterreicher
auch an einer neuen CD, die in Berlin aufgenommen wird
und im Frühsommer erscheinen soll.
#hannes thanhofer
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