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Indie-Propheten
2. März 2004
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| Das britsche Sextett "lostprophets"
Bild: SN/sonymusic |
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Die Waliser Formation "lostprophets" vermischt
Hardcore, Pop, Breakbeats und Metal. Aktuelles Album:
"Start Something".
Gitarren sind wieder gefragt. Die Waliser Formation
lostprophets ist allerdings nicht auf den Retro-Trend
aufgesprungen, sondern hat schon im Mai 2001 auf dem
Debüt "The Fake Sound Of Progress" Hardcore,
Pop und Breakbeat mit Metal kombiniert. Noch effizienter
präsentiert sich das Sextett auf dem nun erschienenen
Nachfolger "Start Something" (Sony Music).
"Bei uns ging es immer Riff-Riff-Riff. Wir hatten
keine Ahnung, wie man einen Song strukturiert. Da konnten
wir einiges dazulernen", betont Sänger Ian
Watkins.
"The Fake Sound" verkaufte sich allein in
Großbritannien 140.000 Mal. Zuletzt spielten lostprophets
als Headliner vor 5.000 Fans in der ehrwürdigen
Brixton Academy in London. Das Magazin Kerrang!
kürte die Gruppe zum besten britischen Newcomer
2001. Nach diesen Erfolgen wollten die Musiker mit dem
Produzenten Eric Valentine (Queens Of The Stone Age,
Good Charlotte) einen Schritt nach vorne machen.
"Beim letzten Album war das so: rein, Platte machen,
raus", erzählt Jamie Oliver (Turntables -
mit dem Fernsehkoch weder verwandt noch verschwägert)
in einem von Sony verbreiteten Interview. "Wir
hatten keinen Produzenten und sind einfach nur hingegangen,
haben die Songs eingespielt - und keiner hat weiter
nachgefragt. Diesmal war alles viel professioneller
und systematischer." Der Indie-Spirit ging zum
Glück dennoch nicht verloren.
lostprophets wollte ein episches Album machen. "Wir
lieben grandiose, ausschweifende Bands wie Queen",
sagt Ian. "Wir dachten, das ist jetzt unsere Chance."
Trotz des Einsatzes von Streichern (arrangiert von Altmeister
David Campbell) fehlt es nicht an harten Tönen,
furiose Rocksongs (Single: "Burn Burn") und
hymnische Tracks wechseln einander ab.
"Wir sind keine Post-Hardcore- und keine Nu-Metal-Band.
Wir müssen niemandem etwas beweisen, sondern wollen
ganz einfach nur die Musik machen, die uns gefällt",
kommentiert Ian die Versuche, den Sound von lostprophets
einzuordnen.
#apa/m2e
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