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Narkotisiert
24. März 2005
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| Mehr als nur Narcotic: Liquido. Bild:
SN/liquido |
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Die deutsche Popband Liquido will mit ihrem dritten
Album "Float" den Fluch des One-Hit-Wonders
besiegen.
Zu Liquido fällt dem Pop-Normalverbraucher sofort „Narcotic“ ein.
Dabei bringt die Band mittlerweile ihr viertes Album
heraus. „Der One-Hit-Wonder-Stempel ist ein Fluch.
Wir selbst haben uns allerdings nie als Hit-Lieferanten
gesehen“, sagte Bassist Stefan Schulte-Holthaus. „Float“ (edel)
heißt die neue Platte, auf der das Spektrum dem
Musiker zufolge „weit auseinander“ geht
- „von Pop bis Rock“. Stefan: „Wir
planen nicht in eine Richtung. Es entspricht viel eher
unserer Arbeitsweise, uns nicht zu beschränken.“
Jedes Mitglied von Liquido hat sein Studio zu Hause.
Dort tüftelt der Einzelne an seinen Kompositionen,
bevor die Stücke gemeinsam fertig gestellt werden. „Da
jeder andere Einflüsse hat, ergibt sich ein breites
Spektrum an Ideen. Es war spannend zu schauen, wie
wir diese unter einen Hut brachten, wie sich das zu
einem Album entwickelte. Unser Ziel war es, keine Blöcke
zu bilden, sondern die verschiedenen Stile über
das ganze Album zu verteilen.“ Und noch eine
Vorgabe gab es: „Nicht auf die Stelle zu treten.“
Eine Trademark bleiben die markanten Synthie-Klänge. „Obwohl
sie abgenommen haben“, so der Bassist. Einige
Songs auf „Float“ lassen sich trotzdem
sofort als Liquido identifizieren, was Stefan als „durchwegs
positiv“ bewertet. Die Vergangenheit soll ja
nicht verleugnet werden. Selbst „Narcotic“ spielen
die Deutschen weiterhin gerne. „Ich weiß nicht,
ob wir ohne dieses Lied noch von der Musik leben könnten.
Der Hit hat uns viele Türen geöffnet. Wir
haben uns nie großen Stress gemacht, diesen Erfolg
wiederholen zu müssen. Auch wenn wir uns von einigen
Singles vielleicht etwas mehr erwartet hätten...“
Inzwischen sind Liquido von einem Major-Label zu einer
kleineren Firma gewechselt. „Virgin wurde von
EMI geschluckt, es kamen neue Leute, am Ende der Umstrukturierung
war das Verhältnis zwischen Band und Konzern nicht
mehr so toll. Der Kontakt ging verloren. Wir sind ins
Studio, um fünf Stücke einzuspielen. Mit
diesen haben wir uns wieder beworben - so wie 1996.“ Dass
man ausgerechnet bei Nuclear Blast, einem Metal-Label,
unterschrieb, freut Stefan: „Wir sind dort der
mit Abstand poppigste Act.“
#apa/m2e
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