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Edelweiß-Rocker
10. Februar 2006
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| Den Drang zum Lärmen zurcükgescharubt:
Julia. Bild:
SN/julia |
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Die Wiener Band "Julia" hatte sich für
ihr aktuelles Album auf eine steirische Almhütte
zurück-gezogen. Am 3. März live in Salzburg.
Die Wiener Rockband Julia hat sich in den vergangenen
Jahren nicht zuletzt dank intensiver Tourneen im
In- und Ausland konstant weiterentwickelt. Davon
zeugt das neue Album „Sunrise“ (Universal),
das am 11. Februar im Rahmen eines Konzertes im Wiener
Planet Music präsentiert wird. „Vielleicht
kommt ja wieder der Drang zum Lärmen, aber im
Moment wollen wir zeigen, was wir können“,
lachte Sänger Matthias Kobold.
„Noch Song orientierter“, sei die CD ausgefallen. „Wir
haben noch weniger Klischees bedient - vor allem keine
Metal-Klischees.“ Da sind poppige Töne durchaus
zugelassen, auch wenn die Wiener den Punk-Einflüssen
verbunden bleiben. „Wenn ich sage, das Album ist
diesmal ruhiger, dann meine ich, dass es mehr Melodien
gibt und sich das Geschrei in Grenzen hält. Was
meiner Stimme gut tut.“
„Sunrise“ klingt natürlich und nicht überproduziert. „Die
Songs funktionieren mit den einfachsten Mittel. Wir haben
das ganze Klimbim weggelassen“, betonte Kobold.
Man weiß inzwischen, wie man handfeste Gitarrensounds
mit Eingängigkeit verbindet. „Es ist keine
Sex-Pistols-Platte geworden. Diese Zeiten sind vorerst
vorbei.“
Für das Komponieren der Stücke hat sich die
Formation zurückgezogen. „Auf eine Almhütte
in der Steiermark - ganz rustikal mit Selbst-Einheizen
und so“, berichtete der Sänger, der seine
Mitstreiter dazu motivierte, ihr ganzes Können
einzubringen. „Sie haben alle Musik studiert.
Warum nicht zwischendurch ein paar Jazz-Improvisationen
zulassen. So lange es rockt...“
Mittlerweile klappt es für Julia auch im Ausland
recht gut. „In den vergangen Monaten haben
wir 70 Konzerte gegeben. Das hat in allen Ländern
- wie Deutschland, Italien oder Ungarn - gut
funktioniert, nur in der Schweiz nicht“,
schmunzelte Kobold. „Die
Leute dort waren nicht wahnsinnig interessiert
an uns.“ Damit
werden Julia leben können. Zumal die Band
die offizielle Hymne zur Eishockey-WM 2005 beigesteuert
und vor einem Millionen-TV-Publikum diesen Song
gespielt hat.
#apa/m2e
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