|
Vom Surfer zum Musiker
6. Oktober 2003
 |
 |
| Der nette Junge von nebenan:
Jack Johnson Bild: SN/enjoy |
|
 |
 |
Der auf Hawaii lebende Jack Johnson trifft mit seinem
lockeren und positiven Gitarrensound mitten in die Seele.
Mit vierzehn fing er erstmals an, Gitarre zu spielen,
mit sechzehn schrieb er seine ersten eigenen Songs,
mit achtzehn studierte er an der Universität in
Santa Barbara Filmwissenschaften und heute ist er ein
vielbeachteter Musiker und Gitarrist.
Der 28-jährige Jack Johnson wuchs auf Oahu, einer
Hawaiianischen Insel auf. Laut Johnson "war der
Weg zum Strand kürzer als der Weg zum Briefkasten".
Was macht man also, wenn man auf Hawaii lebt und das
Meer jedermann mit seinem verführerischen Rauschen
der Wellen anlockt? - Man surft natürlich! Mit
zwölf lernte er den damals 15-jahrigen Kelly Slater
kennen (wer ihn nicht kennt: ein weltbekannter Surfprofi)
- mit ihm und seinen eigenen Brüdern surfte er
täglich.
Bereits in Teenagerjahren hatte Jack dann einen Vertrag
mit Quicksilver (ein Hersteller von Surfausrüstung)
von 200 Dollar monatlich - doch aus Angst, den eigentlichen
Sinn des Surfens zu vergessen, verzichtete er auf die
Möglichkeit, Profi-Surfer zu werden und ging -
wie bereits erwähnt - nach Santa Barbara um zu
studieren.
Und wie er dann schlussendlich zum Singen kam, das
ist das eigentlich Erstaunliche an seiner Karriere.
Als er da so munter und fröhlich vor sich hinsurfte,
nahm er nebenbei Demotapes von seinen Songs auf - um
sie anderen Surferkollegen zu schenken. Und diese Kollegen
verbreiteten seine Musik in immer weiteren Kreisen nach
Südafrika, Australien oder Südfrankreich -
über kurz oder lang kannte somit jeder Wellenreiter
seine Musik.
So dauerte es auch nicht lange, bis der nicht-surfende
Rest der Welt auch zu seiner Musik fand - und so gelang
ihm 2001 der Durchbruch mit seinem Debutalbum "Brushfire
Fairytales". Nach dem Riesenerfolg dieses Albums
ging er als Vorprogramm von Ben Harper - welcher ihn
übrigens auch in höchsten Tönen lobt
- auf Tournee.
Seine Musik zeichnet sich durch die lässigen Ryhtmen,
der lockeren Gitarre, den guten Texten, den ins Ohr
gehenden und doch einzigartigen Melodien, der dezenten
Trommel im Hintergrund, der entspannten Stimme und der
positiven Einstellung aus - ein Zusammenspiel, das zum
hinlegen und lächeln einlädt.
#martina leditznig
|