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1. Februar 2005

J. B. O. - Salzburger Rockhouse - Konzertbericht
Das James-Blast-Orchester auf Wahlkampftour. Bild: SN/rockhouse  

J.B.O. waren vor kurzem im Rockhouse, um auch Salzburg in die "United States Of Blöedsinn" einzugliedern. FRITZ war bei der Übernahme dabei.

Sie selbst behaupten, dass "die Situation der Namensschöpfung durch Bierdunst verschleiert" sei und sie darum nicht wüssten, warum sie sich James Blast Orchestra nannten. Doch war die Auswahl des Namens selten so passend wie in ihrem Fall. Denn wie der swingende Meister der orchestralen Imitation hat sich die Gruppe mit Coverversionen einen Ruf als Partyband ersten Ranges erarbeitet. Seit einer Klagsandrohung im Jahre 1996 heißt die Band aus Deutschland jetzt James 'Zensiert' Orchestra oder - einfacher - J.B.O.

Karten wurden bis zu guter Letzt verkauft, obwohl das Rockhouse meiner Meinung nach definitiv ausverkauft war. Wenn man die Tür in den Saal öffnete, musste man froh sein, wenn einem nur zwei und nicht 20 Leute entgegenpurzelten. Aber ein Konzert mit so vielen Leuten hat auch etwas ganz Nettes. Natürlich vorausgesetzt, die Band spielt mit. Und gespielt haben sie lange. Gleich zu Beginn wurde klar gemacht: "Vor zwei Stunden J.B.O. geht heute keiner heim!" Aus zwei Stunden wurde eine bis ins kleinste Detail durchinszenierte Show von 150 Minuten.

Wenn jemand die Musik der Band nicht mag oder ihre Angewohnheit, Lieder zu veralbern, ist das in Ordnung. Eines kann aber nicht verleugnet werden: Sie sind Stimmungsmacher der allerbesten Sorte. Von Anfang an begeisterten sie die Konzertbesucher mit einer perfekten Mischung aus absolutem Schwachsinn und harten Klängen.

Das bunt gemischte Publikum - von älteren Herren in Anzügen über schwarze gekleidete Blackmetaller bis zu zwölfjährigen Hiphoppern - hatte eine Menge zu lachen und rocken. Besonders zu lachen gab es genug. Bei welcher anderen Band kommt sonst Luciano Pavarotti auf die Bühne, um "Autostrada di Diavolo" vorzutragen. Auch Kartontafeln mit den jeweiligen Refrains heizten die Stimmung entscheidend an.

Ich hätte eigentlich gemeint, dass jeder hier fehl am Platz sei, der musikalische Höchstleistungen der fränkischen Narrentruppe erwartet hätte. Aber spätestens nach einem zehnminütigen Schlagzeug-Solo war ich vom Gegenteil überzeugt. Die Technik spielte diesmal auch ausgezeichnet mit und so war ein unterhaltsamer Abend garantiert. Und wer nach der Show noch nicht genug hatte, der konnte noch bis früh in den Morgen mit Sänger Vito und Anhang an der Bar sitzen und herumalbern.

#manfred jansky

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J. B. O. - Salzburger Rockhouse - Konzertbericht
 

 

J.B.O.
 
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www.jbo.net
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