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Expedition Frequency
19. August 2004
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| Das Frequency lockte wieder tausende
Besucher zum Salzburgring. Bild:
SN/felber |
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Von Dixie-Klos, Bier, Kebab und viel Musik. FRITZ-Mitarbeiterin
Doris berichtet über ihren "Camping-Urlaub"
am Frequency-Festival.
Letztes Wochenende fand das allseits mittlerweile zum
Festival-Fixpunkt gewordene "Frequency Festival"
zum dritten Mal am Salzburgring statt. Mit einem vollbepackten
Fiat Punto machten wir uns Donnerstagabend auf den Weg
nach Hof bei Salzburg.
Erstmals waren Campingplatz und Parkplatz voneinander
getrennt, somit war schleppen angesagt. Und als wir
alle unsere Camping-Utensilien zu unserem Zeltplatz
geschafft hatten, konnte das Festival beginnen. Angenehm
aufgefallen ist sofort die Tatsache, dass die Dixiklos
zweimal am Tag entleert wurden und auch die Versorgung
am Campingplatz nichts zu wünschen übrig ließ.
Neben Getränkestand, Mr. Supermarket und Pizzastand
waren sogar Döner Kebabs zu kriegen. Eine klare
Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.
So genossen wir also den frühen Abend mit Bier
und Kebab und beschlossen gegen 22 Uhr, ins Partyzelt
zu wechseln. Dadurch entgingen wir auch in letzter Sekunde
dem rasch aufkommenden Regen und Wind.
Im Partyzelt bemerkten wir, dass der Veranstalter
sehr viele Deutsche beschäftigt hat, und so wurden
wir mit Sätzen wie "Ich verstehe dich nicht"
vom Barkeeper oder "Nee, Kosheen hab ich nicht"
(!) vom DJ konfrontiert. Ich hab ja nix gegen unsere
deutschen Nachbarn, aber übertreiben muss man's
ja auch nicht, oder?
Am Freitag füllte sich der Campingplatz schon
etwas mehr, und das Wetter war - gottseidank - gut.
Nach einem "Reparaturbier" starteten wir beschwingt
in den Tag, machten nette Bekanntschaften am Zeltplatz
und beschlossen um etwa 17 Uhr, uns ins Festivalgelände
zu begeben.
Dort ließen wir uns von der wunderbaren Stimme
der "2Raumwohnung"-Frontfrau Inga Humpe berieseln
und verzaubern, um uns danach vor der Hauptbühne
von "Ash" wieder etwas auf den Boden zurückholen
zu lassen.
Nach Ash folgte ein erstes Highlight des Festivals,
"The Darkness" betraten die Bühne. Mit
philosophischen Sätzen wie "Dancing is the
vertical expression of a horizontal desire legalised
by music", Hits à la "Friday Night"
und natürlich "I believe in a thing called
love", begeisterte vor allem der Sänger Justin
Hawkins die Fans, und brachte die Menge in seinen irrwitzigen
Kostümen erstmals zum Ausrasten. Hut ab auch vor
der Coverversion des Radiohead Songs "Street Spirit",
die wirklich sehr gut gelungen ist.
Nachdem Darkness ordentlich abgerockt hatten, wollten
wir eigentlich gleich zu "Groove Armada",
doch "Seeed" fesselten uns mit ihrer großartigen
Bühnenpräsenz und ihrer einzigartigen Musik.
Doch nach etwa der Hälfte der Show beschlossen
wir, zur Second Stage zu wechseln. Je näher man
dorthin kam, desto mehr spürte man den Dancevibe
im Publikumsbereich der Groove Armada.
Ein weiterer Höhepunkt folgte mit "Faithless",
die das Publikum genauso ausflippen ließen. Auf
die Ärzte verzichteten wir heuer, da die meisten
von uns schon vor zwei Jahren in den Genuss ihrer Show
kommen konnten. So war also der erste Festivaltag zu
Ende, und er war wirklich richtig toll!
Am Samstag verließ uns leider das gute Wetter
und es regnete in Strömen. Nachdem wir uns eine
Riesenplane aufgespannt hatten, begannen wir den verregneten
Nachmittag mit Bier, Wein, Schnaps und Whisky zu "meistern".
Wir schafften es leider nicht zu "Adam Green",
"Apokalyptica" oder anderen interessanten
Bands, aber die "Dandy Warhols" lockten uns
dann doch vor die Bühne und waren den Abstieg über
die matschigen Hänge auf alle Fälle wert.
Für uns waren sie eines, wenn nicht sogar DAS Highlight
des Festivals, obwohl der eigentliche Publikumsmagnet,
"Die fantastischen Vier", erst folgte.
Natürlich ließen wir uns diese auch nicht
entgehen, und feierten mit ihnen und einigen anderen
hartgesottenen Festivalbesuchern zu Liedern wie "Was
geht", "Tag am Meer", "MfG"
"Krieger" oder "Troy". Kurz vor
Ende trieb es uns dann doch Richtung Zelt und Schlafsack,
doch vor dem etwas beschwerlichen Aufstieg machten wir
noch einen kurzen Abstecher ins Partyzelt. Und mit "kurz"
meine ich wirklich kurz. Denn ein ziemlich unlockerer
Security-Typ schmiss uns mitsamt unserer Regenkleidung
- die wir zu unseren Füßen am Boden hingelegt
hatten - aus dem Zelt, weil wir uns nicht - wie von
ihm gefordert - "innerhalb von 10 Sekunden geschlichen"
hatten. Begründung: Wir verwandeln "seine"
Disko mit unseren Jacken in eine Müllhalde.
Na gut, leider ein etwas unlockerer Abschluss des
Festivals, wenn man sein Getränk im Gesicht hat
und die Regenjacke im Schlamm liegt. Aber was soll's:
Abgesehen von diesem unguten Zwischenfall kann ich das
Frequency jedem Musik- und Partybegeisterten jungen
Menschen empfehlen, es war heuer ein gelungenes, spaßiges
Festival und ich freue mich schon auf nächstes
Jahr, wenn es wieder heißt: "Helgaaaaaaa!!"
#doris felber
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