FRITZ - logo FRITZ - Das Jugendmagazin der Salzburger Nachrichten


01 Nachrichten
02
03
04
05
06
07
08
  Samstag, 11. Oktober 2008 PLATTFORM FÜR SALZBURG Werbung   
0602 Musik
Du befindest dich in unserem alten FRITZ-Archiv - hier geht's zum neuen Auftritt --> fritz.salzburg.com

Home

Storys

Musik
...Interviews
...CDs
...FM4-Charts
...Archiv

Spiele

Kontakt

Archiv
Rise Against
CD-TippsMelodic-Hardcore im Chicago-Style: Das Debütalbum "The Unraveling" erscheint nach vier Jahren in neuem Gewand.


3 Feet Smaller
Die österreichischen Punkrocker sind nun auch live auf DVD zu erleben.

Shantel
Das 1. Mal live
Die-Happy-Interview
Die Firma
Tomte-Interview
Fanta 4
Turner
Dogs
sPout
Sarah Bettens
Fat Wreck Chords

Furchtfragen
28. April 2004

Fear Factory
Fear Factory mit neuem Album und jeder Menge Brutalität Bild: SN/roadrunner  

Glücklich dank Reunion: Fear-Factory-Gitarrist Christian Olde Wolbers anläßlich des neuen Albums "Archetype" im FRITZ-Exklusiv-Interview.


Alles wichtige über das neue Fear-Factory-Album ist in der Fritz-Kritik gesagt: Kurze Trennung, flotte Reunion ohne Gitarrist Dino Cazares, und nach dem problematischen "Digimortal" mit "Archetype" ein Album vorgelegt, das die Band zurück zu ihren unkomplizierten Wurzeln bringt. Grund genug, der Gruppe ein bißchen auf den Zahn zu fühlen.

Ich spreche mit Christian Olde Wolbers, dem ehemaligen Bassisten der Band, der jetzt beim Reunion-Album "Archetype" zum Gitarristen aufgestiegen ist. Christian sitzt in Amsterdam, wo er heute schon über 20 Telefoninterviews gegeben hat. "Ich habe noch nie in meinem Leben so viel gesprochen", sagt er mir. Trotz glühendem Ohr und fusselig geredetem Mund ist der humorvolle Stanley-Clarke-Fan jedoch mehr als gewillt, mir ausführlich meine Fragen zu beantworten.


FRITZ: Gut zu sehen, daß es Fear Factory noch gibt. Ich erinnere mich, daß ihr euch vor einem Jahr getrennt habt, und jetzt gibt es plötzlich ein neues Album. Was ist passiert?

COW: Die Beziehung zwischen gewissen Leuten in der Gruppe fand ein Ende. Manchmal leben sich Menschen auseinander, aus verschiedenen Gründen. Burt [Burton Bell, der Sänger] entschloß sich, auszusteigen. Er wollte alles hinwerfen, weil er es nicht mehr aushielt. Und das war's: Fear Factory waren fertig. Aber dann wollten uns Roadrunner nicht gehen lassen, weil wir immer noch unter Vertrag standen. Also konnten wir nichts anderes machen - wir wollten alle verschiedene Projekte machen. Also mußte ich einen Weg finden, damit wir vom Label loskamen, und ich wußte, wenn ich ihnen ein 4-Song-Demo für das nächste Album geben würde, als Trick - "her mit dem nächsten Scheck, unserer Vorauszahlung" - daß sie uns wahrscheinlich rauswerfen würden. Also erzählte ich das Burt und Raymond, und sie mochten die Idee. Roadrunner brütete 8 Monate über dem Demo und versuchten, herauszufinden, was sie damit machen wollten. Und letztendlich warfen sie uns raus. Wir waren frei, runter vom Label. Und dann bekamen wir ein Angebot von einem Label, eine Fear-Factory-Platte aufzunehmen. Wir dachten: Hmmm ... Wir hatten eine Menge Spaß, diese 4 Songs zu schreiben, die waren wirklich gut. Wir kamen darauf, daß es uns eigentlich gefallen hatte, zusammenzuarbeiten, also sagten wir: Machen wir ein Album. Warum nicht? Und der Vertrag ist wirklich gut. Kein Vertrag wie bei Roadrunner - wir hatten damals einen wirklich schlechten Vertrag unterzeichnet. Wir hatten eine Menge Spaß bei der Zusammenarbeit, ohne Streß, jeder war glücklich. Das hört man dem Album auch an.

Das Album klingt sehr wütend ...

Ja, es ist sehr brutal!

Bei einem Song, "Cyberwaste", schreit Burton: "Nothing you say matters to us!" --

(lacht) Da geht es im Prinzip um Kids, die in Internet-Chatrooms Schwachsinn reden. Als wir zuerst wieder zusammenkamen, gab es zum Beispiel auf dieser Website namens Blabbermouth all diese Kids, die nur Blödsinn geredet haben, ohne zu wissen, was sie überhaupt sagen oder was überhaupt Sache ist. Keiner von denen hat überhaupt eine Ahnung. Die sitzen nur da und denken sich diesen ganzen Schwachsinn aus. Schlimmer als die Boulevardpresse.

Du bist ja jetzt "aufgestiegen", sozusagen, und spielst jetzt Gitarre. Ihr habt also jetzt einen neuen Bassisten?

Ja, Byron Stroud von Strapping Young Lad. Wir haben ihn gefragt, ob er der Band beitreten will, und er sagte: Klar, los geht's. Wir kannten ihn schon seit 1998, er ist ein langjähriger Freund von uns. Es war sehr einfach, ihn in die Band zu kriegen.

Wie würdest du sagen ist Fear Factory jetzt anders, wo Dino weg ist und du Gitarre spielst?

Der größte Unterschied, den ich in den letzten zwei Jahren bemerkt habe, ist der, daß wir engere Freunde geworden sind als jemals in den zwölf Jahren zuvor. Das fühlt sich wirklich gut an.

Hat das etwas geändert beim Songwriting, beim Arbeiten im Studio?

Ja, natürlich. Wir halten uns nicht im Studio auf, wir nehmen die Songs auf und basteln nicht eineinhalb Jahre an ihnen herum. Was sonst nämlich passiert, ist, daß man die ganze Energie und den Vibe verliert. Deshalb sind Slayer-Album so großartig: Die Songs sind fertig, und dann: Zack! Ins Studio und ab geht's. Oftmals, when man probiert, Songs über die Zeitspanne von einem ganzen Jahr zu schreiben, und Singles zu schreiben, dann müssen die Songs ein bestimmtes Format haben, und die Band wird nie wieder so klingen wie früher. Das mochte ich früher immer bei Hardcore: Das war nicht für irgendein Format geschrieben, das hatte jede Menge Energie. Ich glaube, wir haben eine Menge Fans mit "Digimortal" verloren. Ich wußte einfach, daß wir diesmal ein gutes, energiegeladenes Album aufnehmen mußten. Der Songwriting-Prozess war einfach, der einfachste, den ich je erlebt habe. Die Hälfte der Songs haben Raymond und ich an einem Tag geschrieben.

Ehrlich?

Ich meinte einen Song pro Tag.

Du hast von "Digimortal" gesprochen, und ich erinnere mich an eine Menge Kritiken, wo es hieß, daß ihr auf der Stelle tretet. Hat euch das für das neue Album beeinflußt?

"Digimortal" ... ich bin überhaupt nicht mit diesem Album glücklich. Ich weigere mich, Songs davon live zu spielen. Naja, tut mir ja leid für jeden, der "Digimortal" mag, aber ihr müßt euch mit den neuen Songs oder mit älterem Material zufriedengeben.

Was ging bei "Digimortal" schief?

Kein Vibe. Unsere Freundschaft fiel auch auseinander. Der ganze Prozeß des Songschreibens war sehr stressig und schmerzhaft. Wenn es nicht mal mehr Spaß macht, zur Probe zu gehen oder auf der Bühne zu spielen, dann macht man sich selbst und den Fans etwas vor. Jetzt fühle ich mich wieder wie 20, als ich zuerst spielen wollte.

Das neue Album heißt "Archetype" - Fear Factory ist ja so etwas wie der Archetypus moderner harter Musik.

Fear Factory ist der Archetypus, weil Burt damit anfing, zu gröhlen und zu singen. Das gab es vorher nicht wirklich. Burt war der erste, der dieses wirklich harte Gröhlen hatte und den Gesang, und ich glaube, er hat den Grundstock für viele der neuen Bands gelegt. Keiner hat die Gitarren so mit dem Schlagzeug verzahnt wie wir. Manche Bands ein bißchen, aber Fear Factory hat es zu einem neuen Extrem gesteigert. Die tiefgestimmten Gitarren - die Band war so verdammt heavy, daß sie mir, als ich sie zum ersten Mal gehört habe, in den Magen getreten hat.

Viele der Bands, die ihr beeinflußt habt, sind ja mittlerweile erfolgreicher als ihr. Vor allem einige der Nu-Metal-Bands, die sogar in die Charts kamen. Glaubt ihr, daß ihr die Anerkennung kriegt, die ihr verdient?

Ich will keine Anerkennung verdienen, ich will nur, daß die Leute unser neues Album mögen (lacht). Ich versuche, bescheiden zu bleiben und mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben. Ich versuche nicht, nach Dankbarkeit und Anerkennung zu suchen. I just want to come to town and bring the roof down!

#christian genzel

   Mail an den Redakteur/in  Kommentar zum Artikel
Fear Factory
 

 

Fear Factory
 
  CDS
Archetypische Angst
FRITZ-CD-Kritik zum aktuellen Fear-Factory-Album "Archetype".
 
  INTERNET
www.fearfactory.com
Offizielle Site von Fear Factory
 
Starmania: Dritte Staffel im Herbst
Hoffnungs-volle Nach-wuchstalente ab 16 Jahren können sich ab sofort zum Casting anmelden.
50 Cent startet Schul-Kochwettbewerb
Der 31-jährige US-Rapper bezahlt dem Sieger ein Universitätsstipendium über 100.000 Dollar.
Snoop Dogg versucht sich als Autor
Der US-Rapper und Schauspieler ("Starsky & Hutch") schreibt ein Buch über den Aufstieg zum Hip-Hopper.
Todesschütze stellt sich der Polizei
Der 28-jährige Verdächtige hat den Detroiter Rapper Proof (D12) angeblich in Notwehr erschossen.
Jugendamt besuchte Britney Spears
Die US-Sängerin war mit ihrem unangeschnallten Baby auf dem Schoß im Auto unterwegs.
Eminems Freund Proof erschossen
Der 32-jährige US-Rapper (D12) wurde nach einem Streit vor einem Detroiter Nachtclub getötet.
Eminem reichte seine Scheidung ein
Nach nur drei Monaten Ehe möchte sich der US-Rapstar von seiner Jugendliebe Kim das zweite Mal trennen.
Pete Doherty sorgte für Eklat vor Gericht
Der wegen Drogenbesitzes angeklagte Rocksänger ("Babyshambles") attackierte eine Reporterin.
Robbie Williams wird Fußballkapitän
Der 32-jährige Popstar will für einen wohltätigen Zweck eine britische Prominentenmannschaft anführen.
Kid Rocks Sex-Video bleibt unter Verschluss
Die Anwälte des Rocksängers erreichten eine außergerichtliche Einigung mit dem Videovertreiber.
Peter Kraus beneidet Tokio Hotel um Fans
Für kreischende Zuschauer musste der 66-jährige Rock-'n'-Roll-Sänger früher selbst sorgen.
 


Die Happy
Von Demobändern, Vergleichen mit den "Guano Apes" und Josh Homme: Die deutsche Rockband "Die Happy" im FRITZ-Exklusiv-Interview.

 A - Z
Angelzoom
Blondie
Die Happy
Destruction
Doro
Fear Factory
Ferris MC
Freedom Call
Grip Inc.
Hammerfall
Heinz
In Extremo
In Flames
Kreuz Christian
La Vela Puerca
Looptroop
Madsen
Monta
Pungent Stench (wienerisch)
Pungent Stench
Rammstein
Such A Surge1
Such A Surge2
Soilwork
Soulfly
Soulfly (eng.)
Sportfreunde Stiller
Texta
Tomte
Tito & Tarantula
Winson
Wohlstands-kinder
 
 
© 1997-2006 Salzburger Nachrichten / FRITZ     Kontakt

Werbung