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Schlammschlacht in Berlin
11. August 2005
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| Die Salzburger Rockcombo "Deep
Sea Mud" in Berlin. Bild:
SN/dsm |
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Die Salzburger Rock-combo Deep Sea Mud auf Kurztrip
nach Berlin. Sänger und Gitarrist Hannes Thanhofer
berichtet für FRITZ.
Donnerstag Nachmittag: Der Untersberg schaut über
Salzburg und ich warte in Gneis auf unseren Keyboarder,
der mich und die Bandkollegen abholen wird. Es geht
zum Proben nach Kleinköstendorf. Vorgestern war
ich noch in Berlin und morgen werde ich wieder
dort sein, um gemeinsam mit unserer Band „Deep
Sea Mud“ zwei
Konzerte in der Metropole zu spielen.
Freitag Mittag: Abreise aus Salzburg. Kurz vor der
Autobahnauffahrt Wals, eine erste unverhoffte „Bremsprobe“,
aber wir kommen heil auf die Autobahn. Zehn Stunden
später befinden wir uns dann auf der
Berliner Stadtautobahn. Nach erfolgreicher Ankunft
und einem „Gute
Nacht-Biertscherl“ in Berlins Szene-Bezirk Kreuzberg
müssen auch die härtesten Jungs mal ins Bett.
Samstag morgen: Wer „Herr Lehmann“ kennt,
weiß ja, dass die Berliner gerne Frühstücken
(auch wenn der Tag schon etwas fortgeschritten ist).
Wir sind schon am Vormittag auf den Beinen und lassen
uns ein Frühstücksbuffet schmecken, das
hier so viel kostet, wie bei uns der Kaffee alleine.
Nachmittags ist Sightseeing angesagt. (Alexanderplatz,
ein vor sich hinmodernder Palast der Republik, Brandenburger
Tor,...) Langsam wird es dann Zeit unseren Konzertclub
anzusteuern, also fahren wir zurück nach Kreuzberg
in´s „Arcanoa“. Die Bar mit dem „Fluss
im Tresen“ lässt sich am besten mit dem
Worten „klein aber fein“ beschreiben. Der
in Berlin lebende Musiker Stephan Nico alias „Tattooine“ eröffnet
den Abend mit schönen, gefühlvollen Popsongs.
Dann starten wir in unser erstes Berlin Konzert; trotz
minimaler Technik im Club, haben wir einen passablen
Sound und spielen einen guten Set. In der Hoffnung
auf etwas mehr Publikum am nächsten Tag, beenden
wir den Abend mit einem... „Gute Nacht-Biertscherl“.
Sonntag: Nach ausgedehntem Frühstücksbuffet
relaxen wir im „Mauerpark“ im Bezirk
Prenzlauer Berg. Eigentlich wollen wir dort bei einem
Flohmarkt zwei Salzburger besuchen, die Zwetschkenknödel
unters Berliner Volk bringen, aber gerade heute sind
sie nicht da. Es wird also nichts aus der heimischen
Mittagskost: ich verdrücke stattdessen einen Burger,
die Kollegen bevorzugen asiatische Küche.
Wir befinden uns mittlerweile in Berlin – Mitte,
in der Nähe des Kunsthauses „Tacheles“,
wo wir Abends spielen werden. Dieser Abend bringt uns
"mehr": mehr Bühne, mehr Sound und mehr
Publikum! Zeitweilig sogar überraschend viel Publikum,
da sich eine „Guided- drinking- Tour“ ins
Cafe Zapata/ Tacheles gesellt und Stimmung macht...
Wir spielen etwas kürzer, weil nach uns noch
die Berliner Band „Trailhead“ ihr Publikum
mit „Meldodic Road-Rock“ beschallt. Als
wir um 2.00 Uhr morgens zurück in unsere Unterkunft
nach Kreuzberg fahren, sind wir ganz zufrieden. Die
Spesen sind herinnen, das Publikum war freundlich,
das Backstage-Bier kalt und die Stadt imposant.
Montag morgens heißt es dann Abschied nehmen:
Die Bandkollegen rollen wieder nach Salzburg (über
die Tschechei und einen Ort namens „Pilsen“...),
und ich werde noch bis September hier verweilen –„in
the City of Boerlin...“
#hannes thanhofer
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