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Elektro-Injektion
3. Februar 2006

DE/VISION - FRITZ-Exklusiv-Interview - Subkutan
Steffen und Thomas sind DE/VISION 2006. Bild: SN/de/vision  

"Subkutan" nennt sich das aktuelle Machwerk der Berliner Formation DE/VISION. Die Elektro-Popper im FRITZ-Exklusiv-Interview.

Es ist kaum zu beschreiben - aber beim Einlegen des neuen DE/VISION-Albums fühlt man sich gleich in eine völlig andere Welt versetzt. Das genial gestaltete Booklet und das doch etwas mystische Bandlogo bestätigen dieses Gefühl und lassen den Gedanken freien Lauf.

Nun aber wieder zurück zur Band: 1988 gegründet, entwickelten sich die damals noch vier Mitglieder der Band langsam aber doch zu einer bekannten Band auf dem Elektro-Pop-Sektor. Nach zahlreichen Umbrüchen und Ausstiegen blieben am Ende noch Steffen und Thomas übrig. Die beiden setzten trotzdem den Weg der Band ohne jegliche Abstriche fort. Das neueste Ergebnis: "Subkutan" - das bedeutet in der Medizin das Injizieren von Medikamenten unter die Haut.

Zwölf feine Songs über nahezu sämtliche Themen des Lebens. Die Texte sind zwar schön, teilweise aber sehr verwirrend. Unter den elf englischen Songs mischt sich mit „In dir“ auch seit Langem wieder einmal ein deutscher Titel - der aber etwas befremdlich wirkt, zumal die Stimme von Steffen in englischer Sprache doch um einiges besser klingt. Wir haben die beiden Burschen von DE/Vision zu ihrem aktuellen Album befragt:

FRITZ: Hallo Steffen, Hallo Thomas! Ich hätte da vorerst einige grundlegende Fragen: Wie seid ihr auf den Namen DE/Vision gekommen und wer hatte die Idee, das aktuelle Album "Subkutan" mit medizinischen Bildern zu ergänzen bzw. wie kommt man überhaupt auf den Titel?

DE/VISION: Diese Frage stellt man uns nun schon fast 18 Jahre und wir können immer wieder nur sagen, dass es sich hierbei um ein reines Wortspiel handelt. Hergeleitet aus dem engl. Wort „division“

Thomas hat diesen Albumtitel vorgeschlagen, der zum einen für die Songs auf der neuen Platte stehen soll, aber allgemein das Gefühl beschreiben soll, wie wir selbst auch unsere Musik empfinden. Denn für uns muss Musik „unter die Haut“ gehen. Und dies wollten wir mit diesem Begriff verdeutlichen. Die grafische Umsetzung erfolgte, wie in den letzten Jahre davor auch, durch Ulrike Rank, mit der wir im Vorfeld diverse Ideen besprochen haben.

FRITZ: 18 Jahre Bandgeschichte: Was waren eure schönsten Erfahrungen?

DE/VISION: Oh Gott, diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Die ersten Konzerte im Februar 1989 in der goldenen Krone/Darmstadt, aber auch die erste selbstproduzierte Maxi. Damals noch Vinyl (1990). Sehr viele tolle Konzerte im In- und Ausland und das entstehen neuer Freundschaften. Es hat sich einfach zu viel in all den Jahren angesammelt, um es niederzuschreiben.

FRITZ: . . . und eure größten Probleme?

DE/VISION: Probleme gab es nie *hahaha*
Natürlich hatten wir wie jede Band auch unsere Probleme, aber die muss man einfach meistern, um in dieser Branche überleben zu können.

FRITZ: Ihr wurdet ja früher immer mit Depeche Mode verglichen. Was sagt ihr heute dazu?

DE/VISION: Diese Vergleiche werden heute immer noch gezogen, daran können wir nichts ändern. Natürlich ist es manchmal nervig, wenn Leute einen einfach nur als Abklatsch einer sehr erfolgreichen Band ansehen, aber wir haben uns damit abgefunden, dass viele Menschen einfach diese Schublade brauchen. Wir waren früher mehr davon beeinflusst, konnten uns über die Jahre aber ganz gut befreien und unsere eigene Definition von elektronischer Musik verwirklichen.

FRITZ: Seid ihr mit eurem derzeitigen Erfolg zufrieden? Was plant ihr für die Zukunft?

DE/VISION: In der heutigen Zeit längerfristig zu planen ist sehr schwer geworden. Wir denken da lieber in kleinen Schritten. Im Moment können wir noch von der Musik alleine leben. Noch zufriedener wären wir natürlich, wenn sich der Musikmarkt wieder ein wenig mehr entspannen würde, und die Leute einsehen, dass man die Musik seiner Bands auch kaufen muss, damit sie auch in Zukunft Musik machen können. Vielen kleineren Bands steht das Wasser bis zum Hals. Ob sich an dieser Situation was ändert, kann eh niemand vorhersagen.

FRITZ: Nochmal zurück zu "Subkutan": Was habt ihr euch dabei gedacht, zusätzlich einen deutschen Song aufzunehmen?

DE/VISION: Wir waren der Meinung, dass es nach zehn Jahren ruhig mal wieder einen deutschsprachigen Song von uns geben könnte. Versucht hatten wir es zwar davor auch schon immer mal, aber erst jetzt waren wir mit dem Ergebnis zufrieden.

FRITZ:Warum sollte man sich das Album unbedingt zulegen?

DE/VISION: Wenn man auf gut gemachte elektronische Popmusik steht, sollte man auf alle Fälle in unsere neue CD reinhören und bei gefallen auch kaufen.

FRITZ: Wollt ihr euren Fans sonst noch etwas sagen?

DE/VISION: 18 Jahre DE/VISION wären ohne unsere treuen Fans nicht denkbar gewesen. Wir danken euch für eure Treue und sehen uns hoffentlich auf der kommenden Tournee im April.

FRITZ: Danke für das Interview. Ich wünsche euch viel Erfolg auf eurem weiteren Weg und hoffe, bald wieder etwas von euch zu hören.

DE/VISION: Wir haben wie immer zu danken!

#roland lindner

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DE/VISION - FRITZ-Exklusiv-Interview - Subkutan
 

 

DE/VISION
 
 

INTERNET
www.devision-music.de
Offizielle HOmepoage von DE/VISION.

 
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