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Alpenland-Rocker
10. Jänner 2004
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| Capsized aus Traiskirchen legen
wieder die härtere Gangart ein. Bild:
SN/crater8records |
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Die nieder-österreichische Band Capsized
kennt keine Berührungs-ängste und vermischt
ihre Rockmusik mit harten Punk-, und Metal-Einlagen.
Dass guter harter Rock auch ohne weiteres aus Österreich
kommen kann, das beweist die 1995 in Traiskirchen gegründete
Formation Capsized. Wir sind zwar keine Punk-
und keine Metal-Band, aber wir verwenden Elemente dieser
Genres. Klärende Wort von Lubi Ivic, Sänger
und Gitarrist der niederösterreichischen Rockgruppe:
Wir zitieren eben gerne.
Das kann man auf dem aktuellen Album Lick Em
All (Rebeat) hören, das trotz Anleihen aus
den erwähnten Genres genügend Eigenständigkeit
? und vor allem jede Menge Rock ? besitzt.
Wir spielen seit längerer Zeit zusammen,
haben eine gewisse Routine und Studioerfahrung. Ich
denke, wir sind gut eingespielt, sagte Lubi im
Gespräch mit der APA.
Nach ihrer etwas poppigeren dritten Veröffentlichung
mit dem vielsagenden Titel Heavy Mental Pop
ist das Quartett mit Lubi Ivic an Gitarre und Mikro,
Thomas Aukenthaler am Bass, Alex Kruger an der zweiten
Stromgitarre und Stefan Winkler an den Drums nun wieder
zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Der Mainstream-Versuch
hat nicht so recht geklappt, analysierte Lubi
den Ausflug. Der Sound des Albums
war in den Achtzigern stecken geblieben, was nicht zuletzt
am Produzenten lag. Der Klang ist jetzt wieder schmutziger
geworden, den sprichwörtlichen Dreck im Proberaum
haben wir auf ,Lick Em All mitgenommen.
Die Einflüsse auf das Schaffen der Band ergeben
sich aus unterschiedlichsten Vorlieben der einzelnen
Mitglieder. Wir kennen da keine Berührungsängste,
meinte Lubi. Wenn ein Heavy-Metal-Riff zu einem
Song passt, dann spielen wir eben ein solches. Früher
gab es schon den Versuch, in eine einzige Richtung zu
drängen. Aber wir sind zur Überzeugung gekommen,
dass das keinen Sinn macht. Rock bedeutet schließlich
Freiheit.
Im Gegensatz zu anderen heimischen Vertretern dieses
Genres mangelt es Capsized derzeit nicht an Auftrittsmöglichkeiten.
Wir sind froh, dass wir zu den vergangenen 20,
30 Gigs eingeladen wurden und wir nicht keilen mussten.
Entsprechend wenig hält Lubi vom Raunzen: Ich
kann das nicht leiden, wenn sich Leute hinter dem Argument
verstecken, die Situation für Rockbands in Österreich
sei schlecht. Natürlich gibt es hier nicht die
Infrastruktur wie in Schweden. Aber man muss sich halt
durchsetzen.
#apa/m2e
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