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Pyromanen-Treff
31. März 2006
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| 1000 mal is' nix passiert -
aber dann ... Bild:
SN/ratzer |
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Highway to hell: Drogenfahnder, Polizei und Radargeräte – die
ganz normalen Probleme auf dem Weg zum "Boysetsfire"-
Konzert in München.
Zugegeben, es war nicht gerade der beste Tag um nach
München zu fahren. Doch der bevorstehende Gig
der legendären Hardcore-Truppe „boysetsfire“ ließ sämtliche
Zweifel in Rauch aufgehen.
Schon am frühen Vormittag war auf Salzburgs Straßen
die Hölle los: Zuerst flippt eine ältere
Dame hinter ihrem Lenkrad aus, obwohl sie MIR an einer
ungeregelten Kreuzung den Vorrang nimmt. Danach sitzt
mir eine aufgebrachte Moped-Gang dermaßen dicht
im Nacken, dass ich die gezupften Augenbrauen von einem
der Fahrer erkennen kann. Das Fass war kurz vorm Überlaufen,
doch was tut man nicht alles für eine grandiose
Band!
Nachdem ich Martin gegen 18.00 Uhr abgeholt hatte,
stand der Fahrt nach München nichts mehr im Wege.
Gute Musik, gutes Wetter ... Zipp – und schon
geblitzt. Sofort versucht man sich die Situation schön
zu reden: „Vielleicht hat es jemand anderen erwischt.
Womöglich war der Fotofilm schon ausgeknipst“.
Ja, ganz bestimmt... Es heißt, das Glück
sei eine Hure – traurig, aber wahr.
In München angekommen, haben wir uns – wie
könnte es anders sein – verfahren. Etwas
rat- und orientierungslos schossen mir plötzlich
BSF-Sänger Nathan Grays Zeilen durch den Kopf: „Broken
down, down and out; Out of gas, out of food without
a doubt.“
Nach langer Suche und mehrmaligen Wenden waren wir
dann doch endlich am Ziel
angelangt: das Backstage. Reichlich Leute, eine tolle
Atmosphäre und „Local Heros“, die
nicht besonders herzlich empfangen wurden – so
soll es sein. Die zweite Vorbänd, „Tribute
To Nothing“ aus England, heizte dem Publikum
schon einmal ordentlich ein. Als jedoch BSF endlich
die Bühne betraten, gab es kein Halten mehr. Der
Mosh-Pit war im vollen Gange, Nathan Gray schrie ins
Mikro und Stagediver stürzten sich mit Saltos
in die Menge. Kleiner Höhepunkt des Abends: einfühlsame
Akustik-Songs.
Rund zwei Stunden dauerte der fantastische Auftritt
der fünf Jungs aus Delaware – vermutlich
auch deshalb so lange, weil der neue Bassist der Band,
Robert Ehrenbrand, in München ein Heimspiel gab.
Völlig verschwitzt und ausgelaugt traten wir
gegen 1:00 Uhr unsere Heimreise an. Die Fahrt sollte
jedoch nicht von langer Dauer sein: Blaulicht im Rückspiegel – verdeckte
Ermittler der deutschen Drogenfahndung. „Woher
kommen Sie? Wohin fahren Sie? Nehmen sie Drogen? Haben
Sie schon einmal Drogen genommen?
Geben Sie es zu, wir haben doch alle schon einmal Drogen
genommen. Sollen wir Ihr Auto durchsuchen? Sollen wir
Ihre Taschen durchsuchen? Sollen wir einen Bluttest
machen?“ – Stopp. An diesem Punkt fielen
mir Jay Z´s “99 problems” ein: “Nah
i ain't pass the bar but i know a little bit; Enough
that you won't illegally search my shit”.
Nachdem ich mit den Beamten ein interessantes und
aufschlussreiches Gespräch über die Voraussetzungen
eines Bluttests, den dazu nötigen Amtsarzt und
etwaige Schadensersatzklagen geführt hatte, ging
die Fahrt endlich weiter.
Kaum in Salzburg angekommen, sahen wir auch schon,
wie die heimische Exekutive vor uns Fahrzeuge kontrollierte.
Etwas skurril war die Situation schon. Noch bevor uns
die Polizisten zum Parkplatz gewunken haben, setzten
wir grinsend den Blinker – „Führerschein
und Fahrzeugpapiere bitte“.
Was tut man nicht alles für eine grandiose Band?!
#stephan kliemstein
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