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Breakdance in High-Quality
30. November 2004
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| Hip-Hop leben: Moving Shadows.
Bild: SN/moving shadows |
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Die Salzburger Formation "Moving Shadows"
war heuer beim wichtigsten internationalen Event, dem
"Battle of the Year", dabei. FRITZ hat mit
Josef Neuböck aka Shock1 über B-Boying geplaudert.
Freezes, TopRock, FootWork und PowMoves - da soll
noch einer durchblicken! Und wenn die B-Boys dann zeigen,
wovon sie sprechen, tun dem Betrachter schon beim Zuschauen
- autsch! - sämtliche Knochen weh.
Glaubt man Josef von den Moving Shadows, ist das Gehopse
und Verrenke "pure fun", ja, mehr noch: so
eine Art Lifestyle. Überhaupt ist Hip-Hop seine
Welt: Breakdance, Rap, DJs und Graffiti - bei Jamsessions
der Community wird die Hip-Hop-Kultur so richtig ausgelebt.
"Einfach cool!"
Jams sind in Österreich jedoch eher rar, die
Salzburg B-Boys reisen also nicht ganz freiwillig in
der Weltgeschichte herum. Na ja, Spaß macht es
schon. Das gesteht auch Josef. Ein Grinsen kann er sich
dabei nicht verkneifen.
Von heut' auf morgen stellt sich so ein Erfolg jedoch
nicht ein. "Zwei Jahre dauert es schon meistens,
bis man zu einem Battle eingeladen wird." Josef
weiß, wovon er spricht. Er selbst frönt dem
Breakdancen schon seit sechs Jahren, nach zwei Jahren
Training kam die erste "Invitation" - sie
endete mit einem Aus in der ersten Runde der Competition.
Aufgegeben haben die Jungs deswegen noch lange nicht.
Jetzt war Shock1 dort, wo er immer hin wollte: beim
Battle of the Year. "Da hat sich ein Traum erfüllt.
Na ja, um genau zu sein, habe ich mich nicht einmal
getraut, davon zu träumen: alle wollen da hin,
und jetzt sind wir dabei gewesen!"
Was für Ziele gibt es dann noch? Das Hobby zum
Beruf zu machen: "Jeder Tänzer würde
am Liebsten vom Tanzen leben", erzählt Josef.
Der 22-Jährige arbeitet nebenher in einem Kinder-
und Jugendzentrum, sein eigentliches Leben ist aber
der Hip-Hop: bis zu fünfmal pro Woche trainiert
er mit den Moving Shadows.
"Wir sind ja nicht nur auf Battles", erklärt
Shock1. "Wir haben Theatershows, zum Beispiel "Danceperanto"
in der Szene. Das wird nächstes Jahr wieder aufgenommen.
Dreimal in der Woche haben wir Showtraining - da werden
meistens Choreos (Schrittfolgen) einstudiert. Auf Anfrage
geben wir auch Workshops. Das alles wollen wir immer
weiter ausbauen. Nach dem "Battle of the Year"
ist die Motivation ja fast grenzenlos!", schwärmt
er.
"Peppi wäre sicher stolz auf uns gewesen",
wird Josef kurz nachdenklich. Josef "Peppi"
Meilinger war der Guru der Salzburger Breakdance-Community.
So ziemlich jeder B-Boy ist unter seiner Fittiche gewesen.
Gewesen, denn Peppi ist vor ziemlich genau einem Jahr
gestorben. Krebs. Die neun Moving Shadows wollen sein
Andenken mit viel Jammen und jeder Menge Battles wahren:
"Hip-Hop leben - das würde ihm bestimmt taugen!"
#dini lettner
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