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1. Live-Album von a-ha
28. März 2003
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| Norwegens berühmter Pop-Export
a-ha Bild: SN/a-ha.com |
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Erst nach fast 20 Jahren bringen die drei Norweger
einen Konzertmitschnitt in die Läden
Das erste Live-Album von a-ha hat lange auf sich warten
lassen. Die 14 Songs, aufgenommen im vergangenen Herbst
in Paris, London, Zürich, Leipzig und Amsterdam,
sind eine Art Sammlung der größten Hits -
und der Beweis, dass a-ha endgültig aus dem Schatten
der 80er Jahre getreten ist.
Es gibt Bands, die ihre alten Hits konserviert zu haben
scheinen. Sie klingen heute exakt wie damals, vor 10,
15, 20 Jahren. Und dem Publikum ist es einerseits meist
auch ganz Recht so, andererseits bekommen die Auftritte
dadurch oft auch das Flair einer Oldie-Party. A-ha haben
sich verändert. Hin zum Rock-Sound mit mehr Gitarre
und weniger Synthesiser, mit echtem Schlagzeug statt
der in den 80er Jahren allgegenwärtigen Drum-Maschinen.
So endet heute "Take On Me", der Durchbruch-Hit
von 1985, wie ein echter Rock-Song mit einem furiosen
Schlagzeug- und Gitarren-Finale. Und er oder andere
a-ha- Klassiker wie "Hunting High And Low"
klingen, als könnten sie von heute sein - von den
Zwängen ihrer Zeit befreit und dadurch immer noch
lebendig.
Nach zwei erfolgreichen neuen Alben sei es immer häufiger
im Gespräch gewesen, wieder eine "Best Of"-Kollektion
zu machen, sagt Sänger Morten Harket. "Und
das ist unsere Antwort darauf." Eine trockene Ansammlung
von Studio-Versionen sei für die Band nicht in
Frage gekommen. Harket sitzt in einer dicken Strickjacke
in einem Hamburger Hotelzimmer, das Gesicht nach all
den Jahren immer noch erstaunlich jugendlich, trotz
dünn gerahmter Brille. Er lässt seine Gitarre
nicht aus der Hand und streift manchmal über die
Saiten. Nein, richtig gut spielen könne er immer
noch nicht, nur so viel, um Songs schreiben zu können.
Ob es auch seine Auswahl für ein "Best Of
a-ha" gewesen wäre? "Bestimmt nicht."
Aber für die meisten eben, und das zähle.
Echte Fans können sich das Live-Album mit einer
Extra-CD mit sechs Songs kaufen, auf der auch Gitarrist
Paul Waktaar-Savoy und Keyboarder Magne Furuholmen je
ein Lied singen.
Auch ein neues Studio-Album von a-ha werde es bestimmt
geben, sagt Harket - aber nicht so bald. "Für
den Rest dieses Jahres legen wir eine Pause ein - das
haben wir nach zwei Alben und zwei Tourneen in Folge
nötig." Erst zum Jahresende wollen sich die
Musiker treffen und über neue Pläne sprechen.
Er selbst wolle sich jetzt um ein Solo- Album kümmern,
sein zweites. Das erste hatte er während der siebenjährigen
Auszeit von a-ha in den 90ern aufgenommen. "Es
haben sich schon viele Songs angesammelt, es wird Zeit",
sagt er und streift wieder über die Gitarrensaiten.
#apa/m2e |