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| Sampler Xtraordinary
Vol. 9 |
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Salzburg lebt!
24. Februar 2006
Die Salzburger Musikszene gibt mit der neunten
Ausgabe des Rockhouse-Samplers "Xtraordinary" wieder
ein kräftiges
Lebenszeichen von sich.
20 Salzburger Acts versammeln sich zur Talentschau
auf dem X-Tra Ordinary und eins steht fest: Salzburg
hat musikalisch einiges zu bieten. Stilistisch reicht
die Bandbreite von Punkrock über Country bis hin
zu experimentellem Hip Hop. Eröffnet wird das
gute Stück von The Loongow’s „Happy
Money Song“ – Britpop mit Eingängigkeitsfaktor.
Einen der ersten Höhepunkte stellt dann der Track „Oas“ von
The Hired Hoe dar. Gut, der Bandname ist irgendwie
komisch, aber der Sound des Trios weiß zu überzeugen.
Ein bisschen Muse im Sound, ein bisschen Eddie Vedder
in der Stimme und ein gutes Händchen für
Songwriting.
Jalapeño Compadres steuern einen Folk/Country
Song bei, der so amerikanisch klingt, dass man meint
ein staubiger, tiefgebräunter Cowboy hätte
das Lied abends beim Lagerfeuer intoniert. Wer’s
aggressiv und etwas durchgeknallt mag, der dürfte
an „Sold!“ von Rubberfresh seine Freude
haben – Rage Against The Machine meets System
Of A Down.
„Time“, der Beitrag von Android Love
Caravan beschwört die Endzeitstimmung, die früher
Joy Division ausmachte herauf, geht dabei allerdings
ein gutes Stück elektronischer als Ian Curtis
und Co. zur Sache.
Troebinger singt von der „Verunglimpfung der
Müdigkeit“ und der Sampler geht in den Endspurt
und zieht noch mal zwei Trümpfe. Zum einen ist
das der Track von Singer/Songwriter Christoph Schwarz,
der mit seinem Projekt Betty’s Apartment eine
herzerweichende Akustikballade beisteuert. Nick Drake
lässt grüßen.
Der zweite Trumpf stammt von Zufallstreffer. „Was
wäre wenn“ - eine rockiger Song, leichter
Emo Einschlag und Blink 182 Referenzen inklusive. Gesanglich
eher mit den Sportfreunden Stiller vergleichbar.
Wer sich also über die musikalische Seite von
Salzburg abseits des Mozarteums und traditioneller
Blasmusikkappellen informieren will, der bekommt mit
dem X-Tra Ordinary Sampler einen guten Querschnitt über
die Szene geboten. Nicht jeder Song ist ein Kracher
aber das ein oder andere Schmankerl dürfte jeder
für sich finden.
#martin reiter
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