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| System of a Down Hypnotize |
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Folk-Rock-Metal
9. Dezember 2005
"Hypnotize", der zweite Teil des "System Of A Down"-Doppelalbums "Mezmerize/Hypnotize" ist
endlich da – und lässt keine Wünsche offen.
Wahnsinnsjahr für "System Of A Down"-Fans:
Als wären die Veröffentlichung des grenzgenialen
"Mezmerize" und der Auftritt am Nova Rock noch nicht
genug gewesen, bringen die Jungs aus L.A. jetzt nach
nur sechs Monaten Veröffentlichungspause auch
schon ihr nächstes
Album, "Hypnotize", heraus.
Dieses erinnert nicht nur artworkmäßig
stark an seinen Vorgänger, auch die zwölf neuen
Songs des Albums wurden zeitgleich mit denen von "Mezmerize"
aufgenommen.
Eingeleitet wird "Hypnotize" vom rasanten
"Attack", einem SOAD-typischen Wechselspiel von schnellen
Metalriffs und den wunderschönen, wenn auch teilweise
extrem schrägen, zweistimmigen Gesängen von
Serj Tankian und Gitarrist Daron Malakian.
Diese sind auf "Hypnotize" sogar noch
eine Spur genialer und durchdachter als auf dem bahnbrechenden
Vorgänger: So entpuppen sich Songs wie beispielsweise
"Dreaming" oder "Holy Mountains" dank einfach nur noch
göttlichen
Vocals als DIE neuen Hymnen der "System"-Geschichte,
auf dem bewusst komischen "Vicinity Of Obscenity" werden
Tankian und Malakian einmal mehr ihrem Ruf als die
durchgeknalltesten Sänger der Rockgeschichte
gerecht und auf "U-Fig" beweist man den Hörern,
dass auch ganz famos gekreischt werden kann.
Die Songstrukturen selbst sind teilweise noch abgefahrener
und überraschender als bei "Mezmerize",
was die einzelnen Tracks auch nach mehrmaligem Hören
noch frisch wirken lässt. Daneben finden sich
mit "Hypnotize", "Lonely Day" und "Soldier
Side" allerdings auch wieder straighte Rocksongs
mit Hitgarantie. Vor allem "Soldier Side",
der Schlusstrack des Albums und die Ergänzung
zum "Soldier Side Intro" von "Mezmerize",
ist mit seiner anklagend-traurigen Message und dem
kurzen, aber extrem geilen Solo eine eindrucksvolle
Machtdemonstration einer der vielseitigsten Bands,
die sich momentan im Nu Metal/Rockbereich tummeln.
Auch wenn die Songs von "Hypnotize" zur
gleichen Zeit wie jene von "Mezmerize" entstanden
und mit diesen zusammen ein atemberaubendes Gesamtkunstwerk
bilden, gleich klingen die beiden Hälften dieses
Doppelalbums definitiv nicht.
Welche der beiden Scheiben mir letztendlich besser
gefällt, kann ich beim besten Willen trotzdem
nicht sagen - dass beide zu den innovativsten und
interessantesten Platten des Jahres gehören, lässt
sich jedoch nicht bestreiten.
#sebastian müller
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