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Psychotherapie mal anders
17. Juli 2003
Die Ex-Skunk-Anansie-Sängerin Skin meldet sich
mit ihrem ersten Solo-Album "Fleshwounds"
zurück.
"These wet sheets sex sodden mind spent and ill
at ease", so plakativ äußert sich Skin
neuerdings. Nach der Trennung von Skunk Anansie vor
mehr als 3 Jahren meldet sie sich zurück und beweist
einmal mehr ihr großartiges Talent.
Skin selbst sieht "Fleshwounds" als die Bilanz
ihrer letzten 3 Beziehungen. Die Grundstimmung des Albums
ist dunkel und traurig, hat jedoch auch einen positiven
Unterton, zum Beispiel wenn Skin in "Lost"
darüber singt wie sie es geschafft hat über
eine Trennung hinwegzukommen.
Auf diesem Album geht es nicht um perfekt produzierte
Popsongs, sondern um Songtexte die berühren, von
echten Emotionen handeln, und die dunklen Seiten zwischenmenschlicher
Beziehungen aufzeigen. Mit oft schockierender Ehrlichkeit
erzählt Skin von schmerzhaften Trennungen, dem
Gefühl des betrogen Werdens, one-night stands und
unerfüllten Erwartungen. Jedes einzelne Lied besticht
durch Klarheit und Ausdruckskraft.
Bereits während ihrer Zeit bei Skunk Anansie konnte
Skin ihre großartige Stimme zur Schau stellen,
auf Fleshwounds kommt sie dank bewusst einfach gehaltener
Arrangements noch besser zur Geltung. Skin, mit bürgerlichem
Namen Deborah Dyer, schrieb alle elf Songs alleine in
einem Haus in Südfrankreich. Dort war sie ungestört
und konnte zu sich selbst finden.
Dass Skin auch live überzeugt, konnte ich vor
einigen Monaten in London erleben. Ihr Konzert im Scala
war ein sehr eindrucksvolles Erlebnis. Man konnte ihr
ansehen, wie viel Spaß sie dabei hatte, ihr neues
Album vorzustellen. Ihre Stimme war kraft- und ausdrucksvoller
als früher, man hatte das Gefühl dass da eine
Frau auf der Bühne steht, die weiß was sie
will und wo sie hingehört.
Auch äußerlich hat sie sich verändert.
Die offensichtlichste Veränderung dürfte wohl
ihr Haarwuchs sein. Skin hat sich zur Diva gemausert.
Im Herbst wird sie ihre Europatournee beginnen, wer
die Chance hat Skin live zu sehen sollte nicht lange
zögern!
#teresa
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