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Renegades of Funk
28. März 2005
Auf "Schneiderbergs" zweitem Album "Amok-Yo" wird
wieder in Englisch, Deutsch und vor allem Italienisch
gerappt und geshoutet - und teilweise sogar gesungen.
Die Riffs und Beats sind eingängig, teilweise
jedoch schon bekannt bzw. oft schon woanders gehört.
Ohne Zweifel, Schneiderberg gibt sich Mühe, doch
manchmal kommt das Gefühl auf, den x-ten Rage-Against-The-Machine-Aufguss
vor sich zu haben. Besonders das letzte Album von RATM "Renegades
of Funk" scheint
auf "Amok-Yo" ein wenig abgefärbt zu
haben.
Die italienischen Rap-Elemente kommen bei manchen
Stücken ein wenig zu prollig und aufgesetzt rüber.
Dies kann auch der geniale Groove von "Demokratur" nicht
wett machen. Mag sein, dass die "sozialkritischen
Texte" nicht unbrisant sind, jedoch steht es außer
Frage, dass Schneiderberg nicht die ersten sind, die über
korrupte Politiker schimpfen - leider ist dieses Motiv
schon zu sehr abgeklopft, um noch innovativ zu wirken.
Die Arrangements sind sauber und besagter Groove
klingt cool und geht ins Ohr - man sollte jedoch noch
ein wenig an den Vocals und an den Lyrics feilen.
Ansonsten können Schneiderberg (und ihre Fans)
in eine interessante, musikalische Zukunft blicken.
Anspieltipp: Track 6 "Marsed". Ist zwar
zwar etwas lauer Italo-Rap, hat dafür aber einen
sehr schönen und eingängigen Refrain.
#stefan
prosser
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