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Alpha-Tier?
14. April 2005
Die deutsche Crossover-Band "Such A Surge"
versucht mit dem neuen Album "Alpha" an alte
Taten anzuknüpfen.
Vor zehn Jahren veröffentlichten "Such A
Surge" ihr Debüt und prägten damit den
Sound, den man gemeinhin als Crossover bezeichnet, wie
keine andere deutsche Band. Mit ihrem neuen Album "Alpha"
wollen sie nun nach einigen musikalischen Experimenten
wieder mehr in die Richtung ihrer Anfangstage gehen.
Der Opener "Überfall" eröffnet
das Album auch gleich in altbekannter Surge-Manier,
soll heißen: fette Riffs und Sprechgesang.
Leider werde ich jedoch das Gefühl nicht los,
dass ihnen langsam aber sicher die Ideen ausgehen. Musikalisch
geschieht hier nämlich nicht viel Neues, außer
dass "Such A Surge" scheinbar eine Vorliebe
für Gitarrensoli entwickelt haben, welche jedoch
meist ziemlich deplaziert wirken.
Eines der größten Probleme, dass ich jedoch
mit "Alpha" habe, sind die ziemlich platten
Texte.
Wären sie auf Englisch, dann könnte man noch
ein wenig darüber hinwegsehen. Aber nachdem einem
hier elf von zwölf Songs in deutscher Sprache um
die Ohren "gehauen" werden, kann man sich
den Weisheiten von Texter Oliver Schneider leider nicht
so recht entziehen.
Es wird wieder einmal gegen "die da oben",
angepasste Spießer und die Konsumgeilheit der
Wegwerfgesellschaft gewettert und zum Rückschlag
bzw. zur Veränderung aufgefordert.
Die ewig gleichen Themen mit solch ungewitzten und einfachen
Reimen vermittelt, dass es Wortakrobaten wie Tocotronic
die Schamesröte ins Gesicht treiben würde.
Vielleicht sollten sich Such A Surge 'mal eine längere
kreative Pause gönnen, um neue Ideen zu entwickeln
. . .
#martin reiter
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