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Streichereinheiten
17. März 2006
"Regicide" verknüpfen auf ihrem zweiten Album "Break
the Sience" Gothic-Metal mit Bal-laden und ausgefeilten
Violinklängen.
Bevor ich mich mit dem neuen Album befasse, lasst
mich noch schnell etwas zurückblicken in der Geschichte
des tourbegeisterten Septetts: Nach der Veröffentlichung
von "Viorus" im Jahre 2004 ging es sehr
schnell bergauf für die deutsche Band aus Oldenburg.
Obwohl "Viorus" hauptsächlich aus älteren
Demos bestand, fand die Szene sehr schnell Gefallen
an den ausgewogenen Duetten von Sängerpaar Frauke
und Timo sowie dem kraftvollen Sound der Band. Etliche
Konzerte mit Gruppen wie "In Extremo", "Schandmaul",
"Saga" oder "Haggard" waren die Folge dieser schnell
gewachsenen Beliebtheit. Da es am "Gothic-Markt"
mittlerweile an Bands mit weiblichem Gesang nicht gerade
mangelt, muss "Regicide" tatsächlich
mit genug Talent und auch der nötigen Prise USP
ausgestattet sein. Und genau das versuche ich nun an
"Break the Silence" herauszufinden.
Nun steht das zweite Album an, bei dem es ja wie
so oft um Flug oder Fall geht. Kann die Band die hochgesteckten
Erwartungen ihrer Fangemeinde erfüllen oder verliert
sie sich im allgemeinen Kritikdschungel?
Das Intro "Plastic Dove" ist aufgebaut
wie ein Theaterstück, hat einen pulsierenden Einstieg
in die CD mit unruhigen Geigen, starken Gesangsduellen
zwischen Frauke und Timo und sauberen, geraden Gitarrenriffs,
um nicht vollends in die Prog-Rock-Schiene abzudriften.
Während den ersten Sekunden von "Pirates" kommt
mir spontan ein blutiger Duschvorhang ins geistige
Bild - stark erinnern die hohen Streicherklänge
an Hitchcocks "Psycho". Als das schwere
Gitarrenriff einsetzt, bin ich wieder beruhigt und
widme mich "a world without oceans", der von einer
Welt ohne einen Ozean aus Tränen handelt. Die
Liebe kommt natürlich
auch nicht zu kurz - wie sollte es wohl in einer
derart gefühlsbetonten
Musik auch anders sein, Leidenschaft, Verlassen werden
und eben Liebe im Allgemeinen sind gern gesehene Themen
bei "Break the Silence".
Mit dem knapp neun Minuten langen "An Embracing
Space PT II – Eclipsing Lights" setzte
man die auf dem Debüt "Viorus" begonnene
Trilogie fort. Spätestens hier wird klar, dass
"Regicide" in ihrem Genre wahrlich noch Großes
vorhaben - und mit einem derart solidem Fundament
wie "Break the silence" sollten die deutschen Rocker
einen stabilen Grundstock gelegt haben.
Tourdates Österreich
27.04.06 Wien/Arena
28.04.06 Linz/Posthof
Beide Gigs werden mit der deutschen Kombo
"Schandmaul" stattfinden.
#günther schmidhuber
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