 |
 |
| Propagandhi Potemkin
City Limits |
|
 |
 |
|
|
|
 |
 |
Veganer-Core
21. Dezember 2005
Die "politisch korrekten"
kanadischen Burschen von Propagandhi melden sich mit
ihrem neuen Album "Potemkin City Limits" zurück.
Vier Jahre nach dem erfolgreichen Album " Today’s
Empires, Tomorrow’s Ashes" bringen
die drei Kanadier von Propagandhi mit "Potemkin City
Limits" ein neues Stück Melody-Core unters Punkrock-Volk.
Propagandhi sind eine der wenigen wirklich politischen
Hardcore-Punk-Bands, die seit jeher ihre Richtung beibehalten
haben.
Angefangen hat alles in einem kleinem Ort in Kanada,
Manitoba, in dem sich die drei überzeugten Veganer
(Vegetarier, die auch auf Eier und Milchprodukte verzichten)
zusammengefunden hatten, um eine Hardcore-Band zu gründen.
Als sie für NoFX in Winnipeg als Vorgruppe aufspielten,
wurden sie von Fat Mike, seines Zeichens NoFX-Frontman
und Label-Chef von Fat Wreck Chords (siehe
FRITZ-Story über
Fat Wreck Chords), als eine der ersten Bands des Punkrock-Labels
1993 unter Vertrag genommen.
Der Opener "A Speculative Fiction", das
bereits früh ins Internet gestellte "Die
Jugend marschiert" - in dem Propagandhi den zu
Propagandazwecken von der U.S. Army entwickelten Ego-Shooter "America’s
Army" (siehe
SN-Schwerpunkt "Digitaler
Spielplatz") ins (musikalische) Visier nehmen – oder "Name
And Address Withheld" gehören zu den Highlights
von "Potemkin City Limits".
Allein die Texte von Propagandhi sind es schon wert,
die Songs genauer unter die Lupe zu nehmen. Wo andere
Bands wie Green Day sich darauf beschränken, bei
irgendwelchen Award-Shows "Fuck Bush" ins
Publikum zu grölen und danach behaupten, politisch
zu sein, machen Propagandhi vor, was wirklich politikkritische
Musik ist. Selbstverständlich wird die amerikanische
Kriegsführung
kritisiert, aber keineswegs beschränken sich Propagandhi
nur darauf - auch auf Probleme wie Globalisierung und
Umweltverschmutzung wird aufmerksam gemacht.
Zur weiteren Aufklärung der Zuhörerschaft
- in jeglicher Hinsicht - befinden sich mehrere .pdf-Dokumente über
Tierrechte und Veganertum auf der CD.
Fazit: Propagandhi liefern mit "Potemkin City
Limits" den Beweis, dass sie sich sowohl gesangstechnisch
als auch musikalisch weiterentwickelt haben. Melody-Core-Fans
können nur hoffen, nicht wieder vier Jahre
auf das nächste Album warten zu müssen .
. .
#tom geiregger
|