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| M.O.D. The
Rebel You Love To Hate |
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Die richtige Methode
29. Mai 2003
Billy Milano's M.O.D. melden sich lautstark und
frech mit "The Rebel You Love To Hate" zurück.
Bekannt wurde Billy Milano als stimmgewaltiger "Sänger"
des Anthrax-Side-Projects S.O.D. in den 80ern. Sowohl
textlich ("I want some milk, my coffee grows cold")
als auch musikalisch ("Anti-Procrastination-Song"
- Laufzeit: ca. 2,5 Sek.) handelte es sich bei diesem
Projekt um ein reines Just-For-Fun-Ding. Aber gerade
diese Frechheit, alle bis zu diesem Zeitpunkt bekannten
Metal-Normen zu brechen, brachte den Jungs höchstes
Lob der Metal-Presse und löste bei den Fans wahre
Begeisterungstürme aus.
Nach diesem Einzel-Album (ein zweites hätte die
Sache wohl etwas unglaubwürdig gemacht) gründete
Billy dann M.O.D. (Method of Destruction), die Musik
wurde metal-mäßiger, die Texte blieben frech
und sarkastisch.
Mit "The Rebel you Love to Hate" beweisen
M.O.D. nun, dass sie sich von den 80ern bis ins neue
Jahrtausend mühelos rübergerettet haben und
immer noch modern und kraftvoll auftreten können.
Die Songs powern nur so aus den Boxen und verleiten
ständig zum mitwippen oder abtanzen. Der musikalische
Bogen spannt sich von (Metal-)Funk über (Metal-)Rap
bis hin zu thrashigen Slayer-Klängen mit Sprints
auf der Double-Bass-Drum.
Auch textlich nimmt sich Billy (wie immer) kein Blatt
vor den Mund und Songtitel wie "Ass-ghanistan"
und "Rage Against The Mac Machine" sagen ja
schon fast alles, oder?
Wer sich - wie so andere Bands - krampfhaft an seinen
Wurzeln festklammert, übersieht irgendwann, dass
der Boden längst vertrocknet ist. Billy und seinen
Mannen wird das in naher Zukunft sicher nicht passieren.
Unbedingt reinhören!
Apropos festklammern: Kein besonders schlauer Gag war
es, mit dem CD-Cover die Rock-Gruppe "M.S.G."
zu veräppeln, da das Teil auch in der Redaktion
zuerst im Müll landete und nur durch Zufall wieder
den Weg zu den "guten" Scheiben fand *g*.
#mike |