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Vom Dunkel ans Licht
30. Juni 2004
Nach seinem Debüt "in Mesopotamia"
liefert Mocky mit "Are + Be" poppigen Elektro-Funk
mit chilligen Raps.
Sämtliche deutsche Labels reißen sich um
dich - muss ein wirklich befriedigendes Gefühl
sein. Für den Wahl-Berliner und geborenen Kanadier
Mocky ist dieser Traum nun Wirklichkeit. Sein Überraschungshit
"Sweet Music" aus dem letzten Jahr hat das
Eis gebrochen und das Interesse großer Plattenfirmen
geweckt.
Letztendlich konnte Four-Music den Newbie an Land ziehen
und sein zweites Album "Are + Be" auf den
Markt bringen. Mocky lässt sich nicht in eine Schublade
stecken. Er selbst sagt, seine Musik sei eine Zeitreise,
bei der er unterschiedlichste Stile verknüpft und
sporadische Gedanken miteinfließen lässt.
Der Titel des selbst produzierten Albums hat nur wenige
Gemeinsamkeiten mit dem aktuellen R'n'B-Sound der Charts.
Zwar werden Mockys smoothe Raps meist von melodischem
Gesang begleitet, die Scheibe selbst weist aber ein
weites Spektrum auf, das von Trip-Hop bis zu Techno-lastigen
Tracks reicht.
Dabei entstehen unkonventionelle Rhythmen, die nicht
unbedingt zum bouncen einladen. Wie beispielsweise der
Song "Mickey Mouse Muthaf####s", dessen Beat
kindlich und naiv wie ein Raver-Track aus den 90ern
klingt.
Ein weiteres Stilmittel sind laut Mocky die spontanen
Raps: Die wirken leider echt zu spontan und mindern
ein wenig die Qualität der Texte. Nichts desto
trotz ist "Are + Be" elektronischer Funky-Sound,
der gute 45 Minuten grooved - Wer keine Angst davor
hat Neues auszuprobieren, wird sicher seinen Spaß
daran haben.
#stephan kliemstein
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