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Bunte Murmeln
25. Mai 2004
"Marbles" - das neue Album der britischen
Band "Marillion" ist ein wahres Juwel für
Freunde anspruchsvoller Rockmusik.
Seit sich Fish (bürgerlicher Name Derek William
Dick), Steve Rothery, Mark Kelly, Pete Trewavas, und
Mick Pointer 1982 zu Marillion formierten, haben sie
unzählige Alben herausgebracht und das mit großem
Erfolg.
Die Grundformation der fünf Briten hat sich jedoch
in den vielen Jahren geändert. So wurde zuerst
der Drummer Mick Pointer durch Ian Mosley und danach
der charismatische Sänger Fish duch Steve Hogarth
ersetzt. Aber entgegen aller Widrigkeiten haben Marillion
nie aufgehört, gute Musik zu machen.
Vor kurzem haben sie ihr 15. Album herausgebracht:
"Marbles". Ein Album, dass trotz des typischen
Marillion-Sounds nicht mit den vorangegangenen Alben
verglichen werden kann. "Marbles" ist vollgepackt
mit ruhigen, melodischen Tracks, aber auch schnellen
und kraftvollen Titeln. Musik die ohne große technischen
Mitteln auskommt und trotzdem (oder gerade deswegen?)
modern und innovativ ist. Eben ein echter und authentischer
Sound aus dem Hause Marillion.
Aber bei Marillion ist nicht nur die Liebe zur Musik
zu hören, sondern sie steckt auch im Detail. So
sind einige Intros auf dem Album mit den verschiedensten
Elementen gespickt, die die Lust, sich "Marbles"
anzuhören nochmals steigern. Marillion machen einfach
reife (dafür sorgen auch die Texte) und außergewöhnliche
Musik, die in das heutige Schema der Industrie leider
wenig Platz findet, aber für anspruchsvolle Musikliebhaber
ein echter Genuss ist.
Noch ein interessanter Bestandteil der Marillion -
Bandhistorie ist, dass sie Anfang 2000 auf ihrer Webseite
12.000 Fans zu einer Vorbestellaktion begeistern konnten,
um ihr damaliges Album "Anoraknophobia" zu
produzieren, da der Vertrag mit der Produktionsfirma
EMI auslief.
Eine Maßnahme, die bei der Presse Wirbel auslöste,
die sich aber für die Band, aber auch für
Fans allemal rentiert hat. Das Album konnte produziert
werden und hat wahre Begeisterung ausgelöst. Marillion
gehen also nicht nur musikalisch an ihre Grenzen, sondern
auch wenn es darum geht ihren Sound aufrecht zu erhalten.
Und dazu gehört auch "Marbles", dass
mit Vielfältigkeit und Sinn für Authenzität
das Herz höher schlagen läßt.
#renate bernarello
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