 |
 |
| Life of Agony Broken
Valley |
|
 |
 |
|
|
|
 |
 |
Stromaufwärts
1. Juli 2005
Sie sind
zurück! Nach zähen Jahren
des Wartens erbarmten sich die Herren von "Life of
Agony" und veröffentlichen einen neuen Longplayer.
Ich kann mich noch gut erinnern, als in dem damals
von mir oft besuchten Salzburger Jugendzentrum "Life
of Agony" zuerst als Geheimtipp gehandelt wurde,
um kurz darauf als "everybodys Darling" den
Weg nicht mehr aus dem CD-Spieler zu finden. Die Musik
versüsste einfach jede Situation, egal ob Schmusen,
Kartenspielen oder nach dem vierten Bier, "Life
of Agony" lieferte die optimale Rahmenmusik und passte
wie der Schlüssel ins Schloss.
Wer kennt sie nicht, die Klassiker wie "River
runs Red" oder "Let´s pretend"?
Die vier Jungs aus New York haben Anfang/Mitte der
90er mit ihren Alben Musikgeschichte geschrieben und
die dazugehörige Szene ordentlich aufgemischt.
Aber besonders "Life of Agony"-Fans dieser Ära
sollten vor dem blindvertrautem Kauf von "Broken
Valley" den Weg zur Abhörstation
nicht vergessen. Die zahlreichen Soloprojekte der vier
Bandmitglieder während der achtjährigen Pause
haben ihre Spuren hinterlassen.
Life of Agony sind
erwachsener geworden, die Zeiten des wehleidigen, tiefkehligen
Jammerns und der gerade durchgezogenen Riffs gehören
der Vergangenheit an. Stattdessen wird jetzt experimentiert
- man ist eben gereift und gewachsen. Die mitgelieferten
Emotionen sind allerdings geblieben, Songwriting und
Lyrics sind erstklassig und werden niemanden enttäuschen.
"Broken Valley" ist eine grundsolide,
ehrliche Rockscheibe, die begeistern kann, aber nicht
muss. Interessant ist das neue Album allemal, schon
alleine wegen des Bonus der einstigen Bekanntheit.
Wer allerdings eine Fortsetzung von "Ugly" sucht,
wird mit Sicherheit enttäuscht werden. Wenn
schon Fortsetzung, dann noch am ehesten von "Soul
searching Sun".
FRITZ gibt "Life of Agony" für "Broken
Valley" 8 von 10 Tischfussballmatches.
#günther schmidhuber
|