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| Liberation Songs
to benefit PETA |
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Für Tierrechte die E-Gitarre
würgen
19. August 2003
Um die Kriegskasse zu füllen, haben
die Tierschützer von PETA ein paar Punkbands gebeten,
je einen Track für die hauseigene Compilation zu
sponsern.
Für all jene, denen die Tierschutzorganisation
PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) nichts
sagt, zuerst einmal ein paar einleitende Worte: 1980
kamen einige Tierschützer auf die Idee, eine Organisation
zu gründen, die sich für die Rechte der Tiere
einsetzt. Heute hat PETA weltweit ca. 750.000 Mitglieder,
zu denen auch viele Promis gehören, wie z.B. Pamela
Anderson.
Ziele sind u.a. die Bekämpfung von Pelzfarmen,
Tierversuchen und die Bekehrung der Menschheit zu Vegetariern.
Bekannt geworden ist PETA durch mehrere auffällige
Aktionen wie z.B. Lieber nackt als im Pelz,
bei der sich mehrer Topmodels im Evakostüm
ablichten ließen (und manche ein paar Wochen später
mit einem Fuchsrudel um den Hals in Mailand herumspazierten).
Zur CD: Wie gesagt befinden sich 16 Lieder von verschieden
Punkbands, die sich alle mehr oder weniger bzw. gar
nicht mit Tieren und Tierschutz beschäftigen. Die
bekanntesten sind sicher Nofx, The Used Goldfinger und
Good Charlotte, welche übrigens alle PETA auch
anderweitig unterstützen. Die meisten Lieder handeln
von den Gefühlen von Tieren (Nofx - "Clams
have feeling too"), kritisieren die Gesellschaft
(Good Charlotte - "Lifestyles of the rich &
famous", welches in einer bisher unveröffentlichten
unplugged Version vorliegt), beschimpfen prominente
Jäger und Models (Goldfinger - "Fuck Ted Nugent")
oder eben von etwas ganz anderem (The Eyeliners - "I
could never hate you").
Um sich zu überzeugen, dass die Interpreten das
Gesungene ernst meinen, genügt ein kurzer Blick
auf die offiziellen Homepages: Auf der Seite von Goldfinger
springt einen gleich auf der Startseite ein Link zur
PETA Homepage an. Ansonsten herrscht klangtechnisch
typischer (Punk-)Rock vor: E-Gitarren und Schlagzeuge
werden ans Maximum ihrer Belastbarkeit gebracht und
ähneln sich bis auf ein paar Ohrwürmer, die
etwas mehr Eigenständigkeit zeigen, doch ziemlich.
I could never hate you von den Eyeliners,
welche nebenbei noch die einzige auf der CD vertreten
weibliche Gruppe ist, sind so ein Beispiel.
Wenn die CD in das Laufwerk eines PC oder MAC einlegt
wird, bekommt man Videos von Schlachthausmitarbeiter
zu sehen, die man nicht wirklich als Tierfreunde bezeichnen
kann. Ansonsten sind noch die aus dem US-TV verbannten
Werbespots und Aufrufe von Musikern zu sehen. Die Information,
dass sich die Videos auf der CD befinden, entnimmt man
einem in 2mm großer Schrift geschrieben Satz am
untern Enden des Booklets".
Fazit: Fleischesser müssen nicht befürchten,
dass sie eines Tages auf ihr Schnitzel verzichten müssen,
denn trotz der errungenen Erfolge von PETA ist es utopisch,
dass in den nächsten hundert Jahren kein Tier mehr
sterben muss, um dem Mensch als Kleidungsstück,
Nahrung oder Versuchsobjekt zu dienen.
#lukas g.
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