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| KoRn Take
a Look in the Mirror |
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Old Roots of Nu Metal
12. Dezember 2003
KoRn - die (ehemaligen) Avantgardisten des Nu Metal
- kehren auf "Take a Look in the Mirror" zu
ihren musikalischen Wurzeln zurück.
Obwohl sich Nu Metal mittlerweile beinahe in die Bedeutungslosigkeit
geschrammelt hat - sei es aufgrund des mittlerweile
untergegangenen Trends oder "kreativer Ausbrüche"
-, kehren KoRn, die geistigen Väter der gesamten
Posse, zu ihren musikalischen Wurzeln zurück.
Natürlich ist es etwas dreist, Korn dem Nu Metal
zuzurechnen, da es erstens die Band schon lange vor
dem (Wir-brauchen-noch-'ne-Schublade-)Begriff gab und
zweitens die Jungs gute Musik machen können. Letzteres
beweist die Meute auf ihrem neuesten Longplayer "Take
a Look in the Mirror", der endlich mal wieder ordentlich
Popo tritt und sich nicht nur auf eingängige Melodien
wie der Vorgänger "Untouchables" konzentriert.
Selbstverständlich kommen auch auf dem neuen Album
die Ohrwurm-Songs nicht zu kurz, der neue Output ist
schlichtweg aggressiver und kompromissloser geworden
als man Korn in von ihren letzten CDs her kannte.
Dies mag einerseits an der vielzitierten und nie erreichten
"aufgestauten Wut" liegen, vielleicht aber
auch weil Jonathan Davis und Konsorten schon immer einen
Zacken heller waren als viele andere. Wo Linkin Park
die gesammelte Wiener Philharmoniker benötigt um
Tiefe zu erzeugen nehmen Korn die Soundeffekte zurück,
wo Limp Bizkit die Ballade ihres Lebens trällern,
walzen Korn mit mörderisch brachialen Gitarren
alles nieder.
Unterlegt wird dieses Inferno von einem ordentlich
tief pumpenden Bass und einer verdammt tighten Rhythmussektion.
Größter Pluspunkt des ganzen Albums ist aber
die immer abartiger werdende Stimme von Davis, der sich
mittlerweile schon in skandinavische Black-Metal-Kreisch-Gefilde
vorwagt. Sahnehäubchen ist die klare und druckvolle
Produktion, um die sich die Herren diesmal selbst gekümmert
haben
Vielleicht ist dies nicht der von vielen erhoffte frische
Wind für das Genre, für all diejenigen aber,
die genug von kraftlosem Weichspül-Nu-Metal haben
und sich an die alten Tage dieser neuen Musik erinnern
können, kann es kein schöneres Weihnachtsgeschenk
geben.
Korn haben diese mittlerweile zum Kommerz gewordene
Musik dahin zurückgeholt wo sie hingehört,
in die Ohren der Hartwurzel-Fraktion.
#michael "helli" hellermann
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