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Dunkle Melodien
16. März 2005
Die Melodic-Metaller von "Kamelot" gehen auf "The
Black Halo" ihren Weg in Richtung Perfektion konsequent
weiter.
Seit dem Debütalbum "Eternity" im Jahre 1994 ist
"Kamelot" nie unbemerkt gewesen. Neben Gruppen wie
"Rhapsody", "Angra" und "Stratovarius" hat auch "Kamelot"
einen ganz eigenen Platz in der Metalwelt eingenommen.
Mit Hilfe von Dimmu Borgir’s
Shagrath, Simone Simons von "Epica" und dem wunderbaren
Jens Johannson (Stratovarius) hat "Kamelot" nun ihr
mittlerweile neuntes Album veröffentlicht.
Überwältigend
ist der große gesangliche Umfang von Khan,
welcher sich perfekt den verschiedenen
musikalischen Atmosphären des Albums anpasst.
Kamelots Melodic-Power-Metal kann sich sicherlich
in Sachen Geschwindigkeit, Ohrwurm-Melodien und der
klassischen Instrumentation mit den Anfangs genannten
Bands messen. Dazu kommt ihr ganz eigener,
dunkler Stil auf diesem Album.
"The Black Halo" setzt sich mit politischen, kulturellen
und religiösen
Themen auseinander. Auch private Erlebnisse
und sogar der Irakkrieg werden behandelt. Das Album
befasst sich mit Liebe, Wundern, dem Leben und dem
Tod. Aber all dies wird durch die Augen von "Kamelot"
betrachtet.
Das musikalische Spektrum ist diesmal breit gefächert.
"Abandoned" ist zum Beispiel eine herrliche Ballade,
die Khans stimmliche Qualitäten gut zum Ausdruck bringt.
Mit Simons Hilfe
wird das Stück -
wie auch alle anderen - vollkommen perfektioniert
und kann sich mit Balladen von "Evanescence" oder "Within
Temptation" messen. Ein wenig unerwartet kommt das
nach einem italienischen Bauernlied klingende "Un Assassinio
Molto Silenzioso".
Gesungen wurde es von Cinzia Rizzo. Den Track "Memento
Mori" kann man
ohne Zweifel als die beste Leistung bezeichnen, die
die Band je vollbracht hat. Verspielte akkustische
Details und geniale, sanft symphonische Solos bieten
ein passendes Umfeld für Khans Stimme, um sich
voll zu entfalten. Damit entsteht in diesem Lied eine
Art Minimusical in sich selbst.
Fazit: The Black Halo ist
wieder einmal ein weiterer Schritt in Richtung Perfektion.
Hartes klingt härter und
Sanftes klingt sanfter. Aber dennoch bleibt es Kamelot.
Und das ist auch gut so!
#manfred jansky
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