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Flammenmeer
16. März 2006
In Flames, die Mannen aus dem hohen Norden, bringen
uns nach einer Live-DVD endlich wieder frischen Stoff
für gierige Ohren.
Um nicht lange um den heißen Brei zu reden
sag' ich es gleich: "Come Clarity" ist
In Flames bisher bestes Album. Die Band hat sich
in jeglicher Weise selbst übertroffen.
Die Schweden gehen diesmal ein wenig anders ans Werk
als noch bei "Soundtrack To Your Escape" oder "Reroute
To Remain". Denn da gab’s noch viele langsame,
eher melodische Nummern mit bravem Gesang. Doch auf
dem neuen Album kann man sie so genießen wie
man es sollte: grausam schnell. Raue Lieder, die trotzdem
nicht jegliche Melodie verloren haben, und wunderschöne
Refrains, die einem nicht aus dem Kopf gehen. Es ist
die perfekte Kombination . . .
Mit dieser leichten Stiländerung gibt es auch
wieder geschmeidigere Riffs und messerscharfe Solos.
Die Solos sind überhaupt überraschend erfrischend.
Anders, der Sänger, erreicht neue Höchstleistungen
im Gebiet des Growlens - er kann aber auch schön
und sauber singen. Im Titeltrack, dem übrigens einzigen
langsamen Lied des Albums, lässt einem seine Stimme
sämtliche
Emotionen miterleben - und das, obwohl er
den Gesang nur mit Drumbegleitung eingesungen hat.
Nicht mehr ganz so penetrant wie früher wurden diesmal
die Synthesizer eingesetzt - das Lied "Vacuum" ist
der beste Beweis dafür. Da kann man nicht mehr meckern:
die Elektronik macht das Ganze nur noch aggressiver.
Am verspieltesten zeigtsich die
Band beim Song "Dead End". Die schwedische Sängerin
Lisa Miskovsky gibt dem Track einen ganz eigenen Stil.
Ihre hohe, zarte Stimme bildet einen guten Kontrast
zu Anders hartem Gebrüll
und macht den Song einfach richtig gut.
Fazit: All die Fans, die dachten, In Flames würden
Meilensteine wie "Episode 666"
nie wieder gebacken bekommen, sollten aufpassen: Hier
hat man einige Gegenbeispiele.
#manfred jansky
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