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Metal aus dem Mittelalter
29. September 2003
"In Extremo" erfreuen das (gemeine) Volke
mit Schalmeien, Harfen und ... verzerrten Gitarren.
Das Kult-Septett mit neuem Longplayer "7".
Mitte der 90er kamen einige Mittelalter-Freaks in Berlin
auf die Idee, Schalmeyen-, Sackpfeifen- und Harfenklänge
mit hartem Metal zu verbinden. Diese Mischung aus Rammstein
und Musikantentruppe aus dem Ritterfilm brachte damals
eine gelungene Abwechslung in die Metalszene.
Mittlerweile haben die sieben Berliner schon eine eingeschworene
Fangemeinde und konnten sogar schon einen Gastauftritt
im PC-Kultgame "Gothic" für sich verbuchen.
Mit "7" führen sie ihre Linie nun konsequent
weiter, der Opener "Erdbeermund" zieht schon
alle (Mittelalter-)Register. Ansonsten bleibt alles
(gut!) wie gehabt: Stimmige Soundkulissen gepaart mit
traditionellen überlieferten Texten in Latein,
Französisch und Deutsch.
Dass der etwas mainstreamig klingende Song "Küss
mich" als Outtake für das neue Video gewählt
wurde, stößt jedoch einigen Fans etwas sauer
auf und es ist schon von Kommerzialisierung die Rede.
Dass die Musik im Refrainteil eine gewisse Ähnlichkeit
mit "Pop goes the world" von den "Men
without hats" hat, trägt dabei nicht gerade
zur Entkräftung dieses Arguments bei.
Aber was soll's: Die Scheibe hat eine klare Linie,
Fans der Berliner Truppe können das Teil getrost
kaufen und allen anderen empfehlen wir eine Hörprobe.
#michael einböck
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