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| Houseverstand Willkommen
im Club der Erträglichen |
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Common sense
22. Juni 2005
Zwölf chillige und vor allem mit guter Stimme
untermalte Songs umfasst das neue, auf dem Hitzinger
Label „Pate
Records“ erschienene Album „Willkommen
im Klub der Erträglichen“ von Houseverstand.
Dass es auch nach der großen „Musik-Revolution
in Österreich“ (Falco & Co.) durchaus
gute österreichische Bands gibt, die sich der
heimatlichen (Norm-)sprache nicht verwehren, haben
in letzter Zeit „Shy“, „Attwenger“, „Garish“, „Ausseer
Hardbradler“ (usw.) unter Beweis gestellt.
Erwähnungstechnisch fehlt in dieser Reihe aber
natürlich noch jene Band, die bei der Bandnamenauswahl
in die Sprachmixtur „Houseverstand“ verfallen
ist.
Die Wiener Band rund um den heimlichen Chef Franz
Joseph verbindet auf "Willkommen im Club der Erträglichen"
geschickt zum Teil unkonventionelle Instrumente wie
Melodika, Violine, Akkordeon und Querflöte.
Mit traurig gestrichenen, beinahe den Weltuntergang
verheißenden Geigenklängen beginnt das neue
Album von „Houseverstand“. Doch das soll
sich bereits zwei Minuten später in die entgegengesetzte
Richtung, nämlich in die „erträgliche“, ändern.
Der das Album eröffnende Titeltrack „Willkommen
im Klub der Erträglichen“, ein klassischer
Monolog, in dem sich der Protagonist, das singende
Etwas, beim Ausführen des Spaziergangs der unbekannten
Masse („wenn ihr durch die Gassen geht und euch
so die Welt anseht, steh’ ich gerne `rum und
seh` euch zu dabei-Vieles, was ihr da so tut, halt`
ich eigentlich für gut, hätt’ ich im
Grunde so gemacht wie ihr, denn meine Lupe hab` ich
euch nicht mitgebracht, das wäre ja gelacht, kommt
gebt schon zu…“) über ebenjene auflehnt.
Im alles andere ausblendenden Vordergrund steht das
Rap-ähnliche, mit schönen Reimen wie „Ich
mag von einer Lacke in die andere springen und dabei
soll „I’m singing in the rain“ erklingen“ (Schlechtwettersong)
untermalte Parlando des Franz Joseph. Zu dem und der
Frage um die Existenz des berühmt-berüchtigten
roten Fadens meint dieser pragmatisch: „Man kann
es schon auf einen gemeinsamen Nennner reduzieren.
Das Album lebt zwar vom Stil-Mix, aber ich erkenne
gerne das gemeinsame Musikmittel. Denn das hat für
mich etwas Methodisches, um etwas zu transportieren.
Aber was den Tracks gemein ist, ist, dass es generell
sehr wortlastige und demnach textlastige Lieder sind.
Es gibt viel Sprechgesang. Ich glaube überhaupt,
dass die ganze Vokalarbeit, sprich die von der Susi
Kristufek und meine, den Hauptanteil dieser Verbindung
der Tracks übernimmt. Der rote Faden steckt eher
in dem Textlichen, Sprachlichen, in dem sich Präsentieren.
Die Musik fügt sich sehr schön um das, um
das es jeweils geht.“ Dieser Plan geht auf-denn
Platz ist hier genug für seinem Partner/Partnerin
die Liebe darbringende Kussszenen, effektvoll mit Balladen
wie „Nur die Liebe nicht“ hervorgehoben
oder auch für ein von dem österreichischen
Rock-’n’-Roller Ernst Molden lässig
hingedroschenes „Männer unter meinen Freunden“.
Einer Kollaboration mit Angel Rice und Mary von Marynade
stand ebenso nichts im Wege.
Musikjournalisten lässt diese Band noch viel
Raum für gute Kritiken, denn schließlich
handelt es sich bei diesem Album erst um das zweite.
#johannes rausch
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