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Dream Away with Harmony...
22. Juli 2003
Die schwedische Band Harmony punktet auf "Dreaming
Awake" mit einer Gratwanderung zwischen Härte
und Melodie.
Es hat fast den Anschein als ob in Schweden die Musik
mit der Muttermilch aufgesogen wird, oder wie sonst
kann man sich die innerhalb kürzester Zeit horrend
steigende Anzahl schwedischer Bands erklären. Wenn
da nicht irgendwo ein Nest ist?
Wie uns der Bandname gleich klar macht handelt es sich
hierbei um eine Formation die dem gediegenen Melodic-Metal
frönt. Angefangen vom wirklich klasse designten
Albumcover bis hin zur Musik passt hier eigentlich alles
- bis auf die Haarlänge der Musiker. Nur einer
des Quintets hat derer lange, was ist nur aus den guten
alten Zeiten geworden? Aber egal, wir schreiben ja schliesslich
das Jahr 2003.
Mal abgesehen davon haben die Jungs aber brav ihre
Hausaufgaben gemacht und präsentieren uns ein durchaus
hörenswertes, irgendwo in der Schnittmenge Helloween/Raphsody
liegendes Album. Wie man sich denken kann haben die
guten Leute das Rad nicht neu erfunden, aber wen kratzt`s,
besser alte Werte hochgehalten als sich irgendwelchen
Trends angebiedert. Und trendy sind Harmony auf keinen
Fall.
Die Songs haben Power und Gefühl, sind vorwiegend
im Mid-Tempo Berich angesiedelt und glänzen durch
exzellentes Songwriting und ohrwurmkompatible Melodien.
Natürlich darf die eine oder andere Double-Bass-Attacke
nicht fehlen und manchmal wird das Gaspedal auch ein
wenig durchgedrückt. Mit einer glasklaren Produktion
veredelt und von Musikern die ihre Instrumente durchaus
beherrschen vorgetragen, schafft "Dreaming Awake"
die Gratwanderung zwischen Härte und sanften Tönen.
Hört euch mal den Titeltrack (geiler Mid-Tempo
Stampfer mit klasse Refrain) oder das mit einem wunderschönen
Klavierpart bestückte "Maze of the Past"
an. Oder noch besser schnappt euch das ganze Album und
geniesst es in einem Stück - it's defenitely worth
it.
#helli |