Guttermouth kehren mit ihrer dritten Epitaph-Veröffentlichung
"Eat Your Face" zu ihren Wurzeln zurück.
Sie reanimieren
mit diesem Album ihren klassischen Sound, den ihre Fans so lieben. "Bedecke
deinen Unterleib, verstecke deine Kinder und sei bereit, herumzurollen und dich
tot zu stellen", lacht Guttermouth-Mastermind Mark Adkins und kündigt
das neue Album seiner Band an. "Wir sind wieder da und dabei ebenso gehorsam
wie ein tollwütiger Dingo."
Guttermouth haben den modernen Mode-Punk
satt und wollen mit "Eat Your Face" an Zeiten erinnern, in denen es
einfach nur darum ging sich über so viele Leute wie möglich lustig zu
machen und sich sinnlos zu betrinken. Themen wie "George Bush", Politik
oder "Liebe" langweilen die Band. "Eat Your Face" könnte
fast schon frei nach dem Motto "first take" aufgenommen worden sein,
so spontan klingt das hier. Die Texte drehen sich über Nichtskönnende
Surfer ("Surf's Up Asshole"), infantile Mordgedanken ("My Neighbor's
Baby") und trend-bewusste Punks ("The Next Faux Moheekon").
Die
in 40 Minuten gespielten dreizehn Songs unterlagen einer bedeutend besseren Produktion
als die Stücke vom 2002 veröffentlichten Album "Gusto". Mit
musikalischer Abwechslung sieht es ebenfalls nicht so üppig aus, aber die
will ja auch keiner von den "Die Hard" Punkrockfans. In Fachkreisen
nennt man dieses Phänomen den Bad Religion Faktor. D.h. im Klartext: Alle
Experimente und Neuerungen in Sachen Songwriting sind Werk des Teufels und somit
tabu. Vielleicht auch besser so. Ein paar Variationen in Tempo und Struktur würde
Guttermouth aber dennoch gut tun. Ohrwürmer haben sie jedenfalls immer noch
genug auf der Platte. Und das nach mehr als einer Dekade Punkrock! Hut ab!