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Exodus - Tempo of the Damned - Review - CD-Kritik
Exodus Tempo of the Damned  
 

INTERNET
www.exodus attack.com
Offizielle Site von Exodus

 
 

Die Show der 80er
27. Jänner 2004

Nach zwölf Jahren (Studio-)Pause melden sich die kalifornischen Thrash-Metaller von "Exodus" mit einem furiosen Tribut an den 80er-Thrash/Death-Metal zurück.

Na was haben wir den hier? In Zeiten von unzählig vielen Crossover und Nu-Metal Produktionen findet sich ein Album, das den Künsten des 80er-Old-School-Thrash-Death Metals fröhnt? Jawohl, Exodus haben ein neues raues Eisen im Metal-Feuer! Man hat fast das Gefühl es wäre wieder 1986 und der Thrash-Metal feiert mit dem “Reign In Blood”-Album von Slayer seinen Siegeszug.

Das Gefühl, ein Stück der 80er-Jahre-Musikgut in den Händen zu halten ist wirklich sehr stark, wobei die Klangqualität der CD kristallklar ist und wirklich nichts mehr mit alten Vinyl-LPs zu tun hat.

Seit dem letzten Studioalbum von Exodus, "Force of Habit" im Jahre 1992 ist einiges an Zeit vergangen. Zeit die nötig war, um vor allem über den all zu frühen Tod des Bandmitglieds Paul Baloff - der Sänger erlitt im Februar 2002 einen tödlichen Schlaganfall - hinwegzukommen, der ein tiefes Loch hinterlassen hat.

Trotz dieser langen Pause hat Exodus nichts an Härte verloren, die Gitarrenriffs sind immer noch schnell und hart wie Stahl, das Shouting des neuen Sängers Zetro ist kreischend, jedoch für Thrash/Death recht abwechslungsreich und (für meine Ohren) wohl klingend und der Stimmung der Musik ensprechend. Die Vocals sind auch passend für den brachialen Sound, der aus mid-tempo Gitarren-Riffs und hämmerndem Bass generiert und von dröhnenden Drums untermauert wird.

Exodus hat sich bei "Tempo of the Damned" nicht auf Experimente eingelassen, sondern sich alter Werte erinnert und ein sehr straightes Album abgeliefert, das auf Schnörkel und anderes Hilfsmaterial (aus der Konserve) verzichtet, einfach "Thrash straight in your neck". Als Anspieltipps sind "Blacklist" (fiese Vocals, Head-Banging-Quality) und "Forward March" (schnell und sehr groovig) zu empfehlen.

Fazit: Wer Metal Classics à la Sepultura (wohl gemerkt die Alben aus den 80er Jahren), Opprobium und natürlich Slayer nicht verschmäht, der wird mit Exodus' neuem Studioalbum seine wahre Freude haben. Abschluss-Bemerkung: Die Spieldauer von “Tempo of the Damned” ist mit über 54 Minuten für ein Thrash-Album übrigens erfreulich lange.

#stefan prosser

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