 |
 |
| Evergrey The
Inner Circle |
|
 |
 |
|
|
|
 |
 |
Melodisch, progressiv, schwedisch
6. Mai 2004
Aus Schweden kommen nicht nur Volvos, sondernauch
vorzügliche Rock- und Metal-Musiker wie "Evergrey"
mit "The Inner Circle".
Evergrey betiteln sich selbst (oder viel mehr werden
von ihrer Plattenfirma betitelt) als Melodic Metaller
- die Assoziation zu Weichspül-Pop-Acts à
la HIM liegt nahe. Doch weit verfehlt!
Spätesten nach dem grandiose, und uns allen spätestens
seit Viva Plus Alternativsendung "Hell's Kitchen"
bekannte, Opener "A Touch Of Blessing" ist
uns eines klar: Evergrey sind der steigende Stern am
Melodic/Prog-Metal Firmament.
Und das trifft es viel eher, Evergrey sind mehr Prog
als Melodic, ohne auf Melodie und Rhythmus zu vergessen.
Das Album wird nie langweilig, klingt nicht aufgesetzt,
man verzopft sich nicht in bereits ausgetretene Wege,
sondern hält die Augen offen, um frischen Wind
in die Metal-Szene zu bekommen.
In der Klangwolke, die Evergrey inszenieren, wird
penibel auf starke Bass-Riffs und vordergründige
Double-Bass-Drums gesetzt. Manchmal klingen die Double-Bass-Attacken
zwar etwas aufdringlich, aber ansonsten kann man von
einem sehr schlüssigen Gesamtkonzept beim Sounds
sprechen. Aufgelockert (falls dies bei der düsteren
Stimmung, die auf "The Inner Circle" erzeugt
wird, überhaupt passend ist) werden die Stücke
von "Spoken-Words"-Passagen, weiblichem Backgroundgesang,
klassischen Orchester-Passagen ("When The Walls
Go Donw") und teilweise von mittelalterlichem,
sonoren Chorgesang ("Ambassador").
Die Herren Rikard Zander, Henrik Danhage [keys, vocals],
Tom S. Englund [vocals, guitar], Michael Hakansson [bass]
und Jonas Ekdahl [drums] haben sich bei "The Inner
Circle" merklich ins Zeug gelegt und, auch wenn
man etwas an Härte und Geschwindigkeit verloren
hat im Vergleich zu den Vorgänger-Alben, so wirken
Evergrey immer noch recht rockig und bringen frischen
Wind in die Melodic-Prog-Metal-Szene.
Fazit: Ich kann dieses Album empfehlen, wenn man gerne
melodischen, gut strukturierten Prog-Rock/Metal dem
Mainstream Pop/Melodic Rock vorzieht.
Für "The Inner Blessing": Two Thumbs
up!
Persönliches Fazit: Go Evergrey, go!
#stefan prosser
|