Mit "The Fury Of Our Maker’s Hand" merzen "Devildriver" die
Fehler ihres Debütalbums aus und präsentieren
sich aggressiver als bisher.
Dez Fafara steht für harte Musik - das war schon
bei "Coal Chamber" so und auch beim bereits zweiten
Album seiner neuen Band "Devildriver" schlägt
der Mann keineswegs sanftere Töne an. Im Gegenteil:
"The Fury Of Our Maker’s Hand" ist noch
aggressiver und vor allem intensiver als Devildriver’s
selbstbetiteltes Debütalbum geworden. Denn während
dieses noch eher von durchschnittlicher Qualität
war und die Songs etwas unausgereift wirkten, macht
man hier alles richtig: Die zwölf Kompositionen
von "The Fury . . ." haben es in
sich!
Nach dem Einlegen der CD wird der Hörer erst
einmal mit einem kurzen, ruhigen Akustikriff begrüßt,
das ihn direkt zum ersten Metalcore-Smasher "End
Of The Line" hinführt. Von da an stehen
die Zeichen auf Sturm: Die nächsten fünfzig
Minuten lang hetzen Devildriver den Hörer durch
einen tongewordenen Albtraum aus Verzweiflung, Bedrohlichkeit
und unbändiger Wut, wie man ihn nicht besser hätte
aufzeichnen können. In den Strophen bereitet die
Band mit treibenden Drums und wahnwitzig-grandios gespielten
Gitarren ein Sprengpotential von gewaltigem Ausmaß vor,
welches in den Refrains zur Explosion gebracht wird
und nichts als kahle Erde hinterlässt. Sein Gesang
scheint für Dez Fafara dabei eine Art von Aggressionsbewältigung
darzustellen, so brutal brüllt der Mann hier ins
Mikrofon. Die wenigen cleanen Melodien sorgen zwischendurch
für kurze Verschnaufpausen, sind aber nicht weniger
bedrohlich und atmosphärisch gehalten als der
Rest des Materials.
The Fury Of Our Maker’s Hand" ist
nicht nur besser als sein Vorgänger, sondern für
mich auch eines der bis dato besten modernen Thrash/Death-Metal-Alben
dieses Jahres geworden. Für alle Fans
von "Machine Head", "Heaven Shall Burn" oder "Chimaira"
schwerstens empfehlbar!