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| Descendents Cool
to be You |
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Punk-Pop-Rock
28. April 2004
"Descendents" melden sich mit ihrem Longplayer
"Cool to be you" zurück und liefern Punk,
der zwar keine Wellen schlägt, dafür Altbewährtes
fortsetzt - Hooks die sich im Ohr festbeißen.
Sieben Jahre Stille. Verschiedene musikalische Nebenprojekte
und das Mikrobiologie-Studium von Frontman und Sänger
Milo Aukerman waren Grund für das Quartett "Descendents",
eine Pause einzulegen.
Back again und ein neues Album am Start - all jene
die sich Sorgen machen, Milo würde als Studierter
nur noch philosophische und hochnäsige Texte schreiben,
können aufatmen: Die Band hat ihren unkomplizierten,
ehrlichen Stil auch auf "Cool to be you" beibehalten.
Mr. Aukerman tauschte also Mikroskop gegen Mic, sonst
blieb alles beim Alten.
Die 14 Tracks auf "Cool to be you" sind
frischer Pop-Punk, die Jungs haben den Sound quasi erfunden,
wie ihn die "Dents" schon seit über 20
Jahren spielen. 1979 rockten sie, damals noch zu dritt,
ihr Single-Debut - bis dato wurden bereits neun Alben
auf den Markt geworfen. Für die Texte ist hauptsächlich
Milo der Mann, aber auch Bassist Alvarez und Drummer
Stevenson steuerten ein paar lyrische Ergüsse für
die Scheibe bei.
Während Aukerman auf "Cool to be you"
meistens mit witzigen, ironischen und bissigen Liedern
vertreten ist, kümmert sich Alvarez um die politischen
und sozialkritischen Beiträge (Tracks wie "`merican").
Es dominiert jedoch die Fun-Komponente und selbst ernste
Themen wie in "Dreams" - der Song handelt
von der Flucht in eine Traumwelt aus Furcht sich der
Realität zu stellen - hört man sich mit einem
Schmunzeln an.
Der Opener "Talking" handelt von den Sprachbarrieren
in Beziehungen und ist ein Beispiel für die direkt
auf den Punkt gebrachten Formulierungen und die Ausdrucksstärke
der Band.
Hier wird nicht poetisch um den Brei gereimt, sondern
klar gesagt was gesagt werden soll. Im Titeltrack zeigt
sich, wie sarkastisch die Zeilen ausfallen: "you
got a loving family, to give you everything you need,
my family loves each other so much, we live a thousand
miles away, and never stay in touch"
Fazit: Ein gelungenes Comeback mit einem guten Longplayer,
der leider mit 36 Minuten sehr kurz geraten ist.
#stephan kliemstein
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