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| Dead Soul Tribe A
Murder Of Crows |
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Ein Fall für den Tierschutz?
29. September 2003
"A Murder Of Crows", die neue CD von Dead
Soul Tribe, beschäftigt zur Zeit die Gemüter
des Tierschutzverbandes: Kann Musik Vögel töten?
Tierfreunde dürfen aufatmen, Musik kann keine
Tiere töten, und schon gar nicht das neue Album
von Dead Soul Tribe. Deren Mastermind Devon Graves dürfte
so manchem unter uns sicherlich besser unter seinem
Pseudonym Buddy Lackey bekannt sein. War Mr. Graves
bis anno 1997 doch Sänger der Prog Götter
Psychotic Waltz, die Meilensteine wie "Into The
Everflow" oder "Mosquito" veröffentlichten.
Nach dem Split wurde es ruhig um den Multi-Instrumentalisten
mit der Gänsehaut-Stimme. Er veröffentlichte
zwar noch im selben Jahr sein erstes Soloalbum "The
Strange World Of Buddy Lackey", verschwand aber
genauso wie das Album selbst alsbald im Nebel des Vergessens.
Vier Jahre später tauchte Devon dann wieder auf,
und zwar an einem Ort den wohl keiner für möglich
gehalten hätte: Wien.
Hier hatte Devon den geeigneten Platz und neue Musiker
gefunden, mit denen er weitere zwei Jahre später
(wir befinden uns nun im Jahre 2003) das kürzlich
erschienene Album "A Murder Of Crows" einspielte.
Hierauf ruled aggressiver, düsterer, sehr groovebetonter
Metal, der sowohl an die Werke von Tool als auch, und
wie könnte es anders sein, an Devons erstes Soloalbum
erinnert.
Die Hauptunterschiede zum Vorgängerwerk sind wohl
die viel dominanteren Gitarren und die zurückgeschraubten
Keyboardklänge zu nennen. Hinzugekommen sind vereinzelte
Akustik-Gitarren und wieder mehr Flötenparts als
auf dem Debut. Überhaupt ist das tiefgründigere
und durch mehr Atmosphäre glänzende Songwriting
hervorzuheben, das durchaus schon an Qualität mit
den Psychotic Waltz Werken mithalten kann.
Um aber an die oben stehende Frage anzuschließen,
ob den das Album der Soundtrack zum gleichnamigen Buch
"Bedrohte Tierarten" komponiert wurde, sei
Devon die Erklärung überlassen:" Es geht
um die philosophische Frage: Wenn es wahr ist, das Krähen
die Seele von Verstorbenen ins Jenseits tragen, was
passiert dann mit den Seelen derjenigen, bei denen es
die Krähen nicht bis dorthin geschafft haben? Das
ist es was mich zu diesem Thema bewegt hat."
Für Fans von Devon oder Waltz also durchaus empfehlenswert,
sollte jeder Proggie mal ein Ohr riskieren. Wenn man
das Album erst mal an einem Stück durchgehört
hat, kommt man so schnell nicht mehr davon los. Als
Anspieltip sei das bombastische "Angels In Vertigo"
genannt, danach sollte jeder überzeugt sein.
#michael hellermann
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