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| Danko Jones We
Sweat Blood |
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Terminator aller Möchtegerns
13. Oktober 2003
Hier kommt die Antwort auf zu Tode gespielte klassische
Rockriffs: Danko Jones mit We Sweat Blood.
Dass man Musik leben muss um sie wirklich von ganzem
Herzen spielen zu können, beweist Gitarrist und
Sänger Danko Jones ohne Verschnaufpause. Diese
Herren haben eine exzessive und energiegeladene Lebensart
gefunden, bei der die fetten Riffs und rotzigen Elemente
der Musik ihre Einstellung klar erzählen: Blues-Punk.
Danko, JC und Damon aus Toronto haben ihre Stadt satt.
Eigentlich ganz klar warum: Toronto ist heikel, friedlich
und gehemmt. Kurz und bündig das genaue Gegenteil
von Danko Jones. Deswegen sind sie auch meistens in
Europa auf Tour und spielen nebenbei mal als Vorband
für die Rolling Stones oder chillen bei einem Norwegen-Konzert
backstage mit Turbonegro (was wahrscheinlich das einzige
ist, was man in einer eher dunklen Gegend wie Norwegen
machen kann).
Danko erzählt mit bluesigen Riffs und einer sehr
edlen Stimme über sich und über die "girls".
Mitreissende Lieder und prägnante Ansagen wie "Hot
Damn Blood" oder "I want you" überzeugen.
Die Symbiose zwischen emotionsgeladenen Geschichten
und verzerrten Gitarren wird auf einen Höhepunkt
getrieben.
Nun ja, soweit ja nichts Besonderes. "Machen
ja alle" wäre hierauf die Standardantwort.
Der Unterschied liegt aber darin, dass Andere erzählen
und ihr Herz ein wenig preisgeben (die Poser). Danko
hingegen schneidet sich bildlich gesprochen den Brustkorb
auf, fetzt sein Herz mit einer Wucht auf den Tisch direkt
vor deine Nase, dass du von seinem Puls erfasst wirst
und würde anmerken: "Wir schwitzen Blut für
das, was wir machen".
Jetzt denkt man schnell mal, dass er ein Styler ist
mit einer Show voller Krach und erfundener Klischees.
Der gravierende Unterschied liegt aber darin, dass der
Hörer Danko als sein Spiegelbild sieht. Ein Spiegelbild
all jener, die eine Sache mit voller Überzeugung
und Einsatz machen. Er gibt uns auf dieser Platte das
Gefühl, dass es eine Tortur ist, ein Rockstar zu
sein, aber wir alle kennen die Tortur der Arbeit für
eine Überzeugung. Jeder, der für etwas Blut
schwitzt, wird "We Sweat Blood" lieben.
#lukas winter
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