FRITZ - logo FRITZ - Das Jugendmagazin der Salzburger Nachrichten


01 Nachrichten
02
03
04
05
06
07
08
  Samstag, 22. November 2008 PLATTFORM FÜR SALZBURG Werbung   
0602 Musik
Du befindest dich in unserem alten FRITZ-Archiv - hier geht's zum neuen Auftritt --> fritz.salzburg.com

Home

Storys

Musik
...Interviews
...CDs
...FM4-Charts
...Archiv

Spiele

Kontakt

Archiv

Iggy Pop
Fat Wreck Chords
FRITZ wirft einen Blick auf die Ge-schichte eines der renommiertesten Labels, wenn es um kalifornischen Punkrock geht.

Massive Attack Collected

The Kooks Inside In The Inside Out

Anti-Flag For Blood And Empire

Placebo Meds

Scott Stapp The Great Divide

Regicide Break The Silence

In Flames Come Clarity

SheSays SheSays

Bleeding Through The Truth

Skeptic Eleptic Sick Sick Sick

Yellowcard Lights And Sound

Edguy Rocket Ride

Facelift Impossible Somethings

Dragonforce Inhuman Rampage

Lamb Of God Killadelphia

The Strokes First Impressions Of Earth

 
Curse - Sinnflut - CD-Tipp - Review
Curse Sinnflut 
 

INTERNET
www.curse.de
Offizielle Site von Curse

 
 

Versinnflu(ch)t
27. Dezember 2005

Die Botschaft von „Curse“ auf seinem vierten Album: Man kann Gangster-Rap gut finden, auch wenn der eigene Style in eine völlig andere Richtung geht.

„Was mir zur Zeit fehlt, ist Gleichgeweicht“, kommentiert der 27-jährige Curse (engl. Fluch, Anm.) das momentane HipHop-Geschehen in Deutschland. Anders als in Amerika ginge es deutschen Rappern viel zu sehr um „haten“ als um die Musik.

Während in den USA Gangster-Rapper wie „The Game“ und „50 Cent“ zusammen mit Native-Tongue-Repräsentanten („Talib Kweli“, „Common“) Songs aufnehmen, versuche man in Deutschland ein völlig überbewertetes Image zu wahren. „Wenn du Bushido heißt, kannst du Curse nicht geil finden. Wenn du Curse heißt, erwarten die Leute, dass du Sido Scheiße findest“, meint Curse anlässlich der Veröffentlichung seines vierten Albums „Sinnflut“ (Sony BMG).

Aggro vs. Deepness: Diskrepanzen, die der Mindener-MC in seiner ersten Album-Auskoppelung „Gangsta Rap“ thematisiert: „Ich hab nichts gegen Gangsta Rap, ..., im Gegenteil, ich lieb´ den Scheiß, doch zu viele von den Jungs glorifizieren den Scheiß“. Der erhobene Zeigefinger – doch etwas anmaßend.
Dass Rapper wie B-Tight, Sido und Bushido das kriminelle Leben beschönigen, ist nicht neu. Zeilen wie „ich war nie ein schwuler Student“ (Bushido in „Nie Ein Rapper“, Anm.) gehören ganz einfach in das Konzept ausgeklügelter Marketing-Strategien. Naiv ist nur, wer das Künstler-Image ernst nimmt.

Ganz gleich wie man zu den „Gangster“-Rappern aus Deutschland steht: es wäre idiotisch vom Goldesel der Proleten-Lyrik abzuspringen. Gerade die von Curse angesprochene Glorifizierung von Kriminalität ist es schließlich, die den Platz in den Top-Ten sichert. Deshalb brüstet man sich mit U-Haft – bereits nach wenigen Tagen gilt man als besonders harter Gangster – und tätowiert sich Thug-Life auf die Stirn.

Die Alternative bilden MC´s wie Curse: seit über fünf Jahren beweist das Sprachentalent, das Erfolg auch anders möglich ist. Ohne nackte Frauen in Videoclips, dafür mit mehr Anspruch in den Lyrics. Bereits in einem seiner frühen Interviews machte Curse – auf die Frage nach seinen engen Klamotten – eindrucksvoll klar: Beats sind wichtiger als Baggy-Wear. Die Treue zur Musik blieb.

Die „Sinnflut“: für das üppige Doppelalbum (inkl. umfangreichem Booklet) holte sich Curse namhafte Unterstützung. Niemand geringerer als Produzentengott Pete Rock (Pete Rock & C.L. Smooth) steuerte zum Lebensbewältigungs-Song „Nimm´s leicht“ einen verträumten Beat bei, der die Nummer zum kleinen Highlight der Platte macht. Abgehakte Panflöten-Samples in „Flutlicht“ heben das Tempo stark an – wenn Black Thought (The Roots) erst einmal über Roy Marquis II Bombeninstrumental zu spitten beginnt, kündigen sich die ersten Nackenschmerzen an. Weitere Collabos: Samy Deluxe, Patrice und Italo Reno.

Obwohl Curse die Auseinandersetzung mit deutschem Gangster Rap nicht als zentrales Thema des Albums sieht, hagelt es in diese Richtung eine Vielzahl an Disses – wie beispielsweise im Acapella-Track „Gegengift“: „ich beneide Euch nicht, um den Erfolg, geboren durch Hass, weil jeder Satz für mich etwas Heiliges ist“.

Anspruchsvoll und ehrlich – Curse besitzt, was jenen, die lediglich vorgeben es zu besitzen, fehlt: Authentizität.

Fazit: Pralle Beats, perfekt produzierte Instrumentals, nachdenkliche Lyrics und die längst überfällige Abrechnung mit „Hobby-Gangster-Rap“. Die „Sinnflut“ geht einfach tiefer.

#stephan kliemstein

   Mail an den Redakteur/in  Kommentar zum Artikel
Starmania: Dritte Staffel im Herbst
Hoffnungs-volle Nach-wuchstalente ab 16 Jahren können sich ab sofort zum Casting anmelden.
50 Cent startet Schul-Kochwettbewerb
Der 31-jährige US-Rapper bezahlt dem Sieger ein Universitätsstipendium über 100.000 Dollar.
Snoop Dogg versucht sich als Autor
Der US-Rapper und Schauspieler ("Starsky & Hutch") schreibt ein Buch über den Aufstieg zum Hip-Hopper.
Todesschütze stellt sich der Polizei
Der 28-jährige Verdächtige hat den Detroiter Rapper Proof (D12) angeblich in Notwehr erschossen.
Jugendamt besuchte Britney Spears
Die US-Sängerin war mit ihrem unangeschnallten Baby auf dem Schoß im Auto unterwegs.
Eminems Freund Proof erschossen
Der 32-jährige US-Rapper (D12) wurde nach einem Streit vor einem Detroiter Nachtclub getötet.
Eminem reichte seine Scheidung ein
Nach nur drei Monaten Ehe möchte sich der US-Rapstar von seiner Jugendliebe Kim das zweite Mal trennen.
Pete Doherty sorgte für Eklat vor Gericht
Der wegen Drogenbesitzes angeklagte Rocksänger ("Babyshambles") attackierte eine Reporterin.
Robbie Williams wird Fußballkapitän
Der 32-jährige Popstar will für einen wohltätigen Zweck eine britische Prominentenmannschaft anführen.
Kid Rocks Sex-Video bleibt unter Verschluss
Die Anwälte des Rocksängers erreichten eine außergerichtliche Einigung mit dem Videovertreiber.
Peter Kraus beneidet Tokio Hotel um Fans
Für kreischende Zuschauer musste der 66-jährige Rock-'n'-Roll-Sänger früher selbst sorgen.
 


System Of A Down
Die erste Single-Auskopplung und gleichzeitig Titeltrack des zweiten "SOAD"-Albums des heurigen Jahres im Full-Stream: "Hypnotize."

 
FRITZ-Tipps & Storys

10. 3. Soulfly
15. 12. 3 Feet Smaller
18. 11. Die Firma

ARCHIV
Die-Happy-Interview
Tito & Tarantula-Interview
Looptroop-Interview
Such A Surge-Interview
La Vela Puerca-Interview

Konzerte
Veranstaltungs-Kalender mit Online-Ticket-Reservierung

Manowar
(6. 4. München)
Silbermond
(13. 5. Wien)
Rosenstolz
(23. 5. Wien, 26. 5.München)
Bon Jovi
(30. 5. Innsbruck)
. . .und viele mehr

 
© 1997-2006 Salzburger Nachrichten / FRITZ     Kontakt

Werbung