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| Black Rebel Motorcycle Club Take
them on, on your own |
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Nichts Neues, aber ...
27. Oktober 2003
... auch nichts Schlechtes aus dem Hause Black Rebel
Motorcycle Club mit "Take them on, on your own."
Die drei lederbejackten Wilden vom B.R.M.C sind ja
sowas wie die Musterschüler unter den Retro - Tafelklasslern.
Wild sehen sie aus, spielen laute Gitarren und leben
ein Rock'n'Roll - Klischee sondergleichen. Dazu gehören
schwere Boots und ungewaschene Klamotten ebenso wie
unnahbares Auftreten und schwarze Sonnenbrillen.
Die schwarzen Motorbikes rollen wieder, und zwar gehörig.
"Take them on, on your own" verliert im Vergleich
zum selbstbetitelten Vorgänger nichts an Qualität
und Coolness.
Ein grundlegendes Problem (fast) aller Garagerock -
Bands, die im Moment einen Hype erfahren, hindert aber
auch Turner, Hayes und Jago daran, aus dem Schatten
der Vergangenheit herauszutreten und neue Perspektiven
anzubieten: das musikalische Korsett ist hauteng geschnürt,
Platz für Experimente oder wirkliche Meilensteine
bleibt keiner.
Nette Melodien, psychedelische Elemente und breite,
dreckige Gitarrenwände im 70er - Gewand sind zwar
schön, auf Dauer (und die Garage - Welle dauert
nun schon einige Zeit an) verlieren sie allerdings schnell
an Glanz.
Das soll nicht heissen, dass auf "Take them on,
on your own" nicht ordentlich Gas gegeben wird.
"Six barrell shotgun", "Stop" oder
"US Government" sind Tracks, die überzeugen.
Und ehrlich: Steckt nicht in jedem/r von uns ein kleiner
Rock'n'Roller?
Freunde der aktuellen Retro - Welle werden Gefallen
an "Take them on, on your own" finden. Für
alle anderen gilt: Versäumen ist erlaubt. Ausnahmsweise.
#tobias pötzelsberger
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