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| Bones Straight
Flush Ghetto |
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Bad to The Bones
18. Mai 2004
Bier, Sex und harter Punk-Rock: Schwedens Musikrowdies
"The Bones" geben nicht viel auf Message.
Was hier zählt ist pures High-Speed-Lebensgefühl.
"I used to fuck people like you in prison"-Records
(kurz: "people like you") - Oh ja, der Name
mancher Labels verrät Bände über seine
Schützlinge. So auch im Fall "The Bones".
Wenn Beef Bonanza, Boner, Spooky Fred und Andi Nero
loslegen, gibt es für den Hörer nur eine Vorgangsweise
um den Sound zu genießen. Schritt Eins: Leg die
Scheibe ein. Schritt Zwei: Dreh die Anlage auf bis es
weh tut und Schritt Drei: Sauf dich ins Delirium.
"Straight Flush Ghetto" ist nach "Screwed,
Blued & Tattooed" und "Bigger Than Jesus"
das dritte Album, auf dem die Wikinger viel grölen
und minimalen Inhalt transportieren. Nach dem Motto:
Nicht nachdenken, Gas geben! - stellen die Schweden
unter Beweis, wie man 16 Tracks lang das gleiche sagt,
ohne dabei zu langweilen.
Oft verglichen mit Bands wie "Social Distortion",
definieren sich die Vier über eine musikalische
Verwandtschaft zu Heroen wie Johnny Cash. Größenwahnsinnig?
Vielleicht, dennoch ist das nicht allzu weit hergeholt.
Auf manchen Tracks klingen "The Bones" stark
nach Vorreitern wie den Ramones, generell mehr nach
70er Größen als nach jungen Punkern. "Bottlecry
Salut" und der Refrain zu "Dog Allmighty"
- in alter Rock-'n'-Roll Manier - geben die Richtung
ihrer Musik vor.
"Until I Die" als Lebensmaxime bringt es
auf den Punkt: Living fast, living hard. Sind "The
Bones" eine Truppe versoffener, einfallsloser Rocker,
die ihre Themenvielfalt derart reduzieren, weil sie
nicht mehr drauf haben oder sind sie Veteranen-Nachwuchs,
der nur ein Ziel hat: Möglichst geile Party-Songs
abzuliefern?
Entscheiden müsst Ihr.
#stephan kliemstein
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