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music Vol. VI |
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Entspannungsmusik, Whiskygläser
und Totenschädel
24. Mai 2004
Zakk Wylde präsentiert: "Black Label Society"
mit "hangover music Vol. VI".
Ich muss gestehen, dass "Hangover Music Vol. 6"
tatsächlich die erste Zakk Wylde & Friends
Scheibe ist, mit der ich konfrontiert werde. Bekannt
war mir der Herr Zakk vor allem als Gitarrist bei good
old Ozzy's Kombo. Abgesehen vom Posen bei Live-Auftritten
mit Ozzy & Band hält sich der Gittarrero aber
dort eher im Hintergrund. Abseits von Ozzy hat er es
aber mit seiner Band "Black Label Society"
bereits auf stattliche sechs Studioalben und eine Live-CD
gebracht. Man darf über das Organisationstalent
und kreative Potential von Herrn Wylde staunen, immerhin
macht er seit 1996 Black Label Society nebenbei und
ist dabei für Gesang, Text Gitarre zuständig.
Wenn man wie ich durch diverse Black Sabbath &
Ozzy Osbourne Scheiben (genau genommen sind's eigentlich
alle) vorbelastet ist, überrascht der Gesang von
Zakk Wylde etwas. Erst denkt man, Ozzy der 70'er Jahre
ist am Mikro, übergibt dann an Axel Rose und zum
Schluss kriegt Ozzy der 90'er Jahre das Mikro. Man merkt
also, Zakk hat durchaus einiges an stimmlichen Variationen
drauf: er kann kreischen, wie Ozzy quaken und hat auch
für melodische, ruhige Passagen die passende Stimmlage.
Hangover Music Vol. 6 ist ein gut ausbalanciertes Album,
etwa die Häfte rockige Tracks und der Rest melodische,
ruhigere Songs. Unter den 15 Songs ist reichlich Auswahl
und Qualität zu finden. Darunter auch die Coverversion
von "Whiter Shade of Pale" von Procol Harum
aus den 60er-Jahren, die aber wunderbar dazupasst zum
restlichen Black Label Material. Vom Tempo her ist das
Album eher langsam, passt aber hervorragend zu den Songs
und bringt vor allem die gut platzierten Doom-Passagen
bestens zur Geltung. Bei den balladesken Songs schrecken
Black Label Society auch nicht davor zurück, Akkustik-Gitarren
und ein Piano einzusetzen. Aber keine Sorge, zu schlaff
wird's dann doch nicht, Herr Zakk holt zum rechten Zeitpunkt
wieder genug Dröhnung aus seiner E-Gitarre raus.
Da das Album ohnehin mit "hangover music vol.
VI " bereits den passenden Titel hat, werde ich
keine weiteren Worte mehr darüber verlieren und
mich lieber zurücklehnen und diese durchaus anspruchsvolle
CD genießen. Achja, das Cover zieren zwei nett
in Szene gesetzte Totenschädel mit einem brennenden
Whiskyglas dazwischen. Nettes romantisches Motiv - find
ich gut.
#erhard furtner
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