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Zum Schreien!
1. September 2005
Sarah Bettens, die Stimme von One-Hit-Wonder "K’s
Choice" mit ihrem ersten Soloalbum "Scream". Die Sängerin
gastiert am 6. September im Rockhouse.
Track 1: Hm. Emanzen-Country-Pop-Rock, erinnert
ein bisschen an Sheryl Crow. Für alle, die Sarah
Bettens von K’s Choice kennen, ein kleiner Kulturschock.
Die Gitarren hauen aber halbwegs rein. Annehmbar.
Track 2: Oh Mann! Ich befinde mich mitten
in einer amerikanischen Teenie-Sendung á la
"Dawson’s
Creek". Zwei heranwachsende Menschen diskutieren an
einem einsamen See ihre Liebesprobleme zu Tode -
untermalt von Kitschmusik. Enttäuschung.
Track 3: Netter Bass. Endlich mal eine etwas
ausgefeiltere Melodie und auch ein besserer Text als
anfangs. Hoffnung keimt auf.
Track 4: Wieder gute Gitarren. „Not insane“ erinnert
vom Titel her an „Not an addict“, ansonsten
aber hat dieser unbedeutende Track gar nichts mit der
großartigen Nummer von "K’s Choice"
gemein. Hoffnung wieder bei null.
Track 5: Langsames Klavier, Sarahs schöne
Stimme, das könnte was werden. Naja, noch nicht
ganz.
Track 6: Jetzt hat sie mich. Toller Text, wunderschöne
eingängige Melodie, die von ihrer Stimme sanft
untermalt wird. Ja, jetzt hat sie es geschafft!
Track 7: Schade, kaum hängt man in der
Platte drin, wird man wieder auf den Boden
des Pop-Gesudels zurückgeholt und verschließt
sich augenblicklich wieder vor der Musik von Sarah
Bettens.
Track 8: Dito.
Track 9: Also jetzt wird’s echt anstrengend.
Ich bezweifle, dass noch eine Nummer kommt, die diese
langweilige Platte hörenswert macht.
Track 10: Wow. „Sister“, ein berührende
Ballade, lässt mich fast die vorangegangene Misere
vergessen.
Track 11: Nicht erwähnenswert.
Track 12 + 13: Keine Ahnung was Misses Bettens
auf diesem Album verarbeitet, sie hätte es ruhig
für sich behalten können.
Alles in allem ist "Scream" ein Album, dass
in seichten Gewässern
dahindümpelt und nie so richtig in die Gänge
kommen will. Stimmlich gut, das kann man nicht leugnen.
Doch wenn die richtigen Rhythmen und Melodien nicht
vorhanden sind, ist Stimme nun mal nicht genug.
Am 6.September im Rockhouse werden wir sehen, ob Sarah
Bettens live mehr überzeugen kann. FRITZ wird
dabei sein.
#doris felber
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